KAISERREICH Nikolaus I., 1825-1855. Goldmedaille 1835,
KAISERREICH Nikolaus I., 1825-1855. Goldmedaille 1835,
Schätzpreis : 15.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. Von allergrößter Seltenheit. Kl. Kratzer, vorzüglich
Die Schlacht fand am 29. und 30. August 1813 statt. Auf der vorliegenden Medaille wurde daher durch Einritzen einer römischen I die römische Zahl XXX in IXXX verändert.
Die Schlacht bei Kulm war eine der Schlachten der Befreiungskriege im Jahr 1813 zwischen den Alliierten und dem Kaiserreich Frankreich.
Der anti-napoleonischen Koalition, zu der zunächst Russland, Preußen und Schweden gehörten, traten im Juni 1813 in den Reichenbacher Konventionen auch Großbritannien und Österreich bei. Die Koalition stellte die bis dahin größte militärische Streitmacht während der Befreiungskriege dar und bildete drei Armeen: Die Nordarmee, die Schlesische Armee und die Böhmische Armee. Den Plan arbeiteten der österreichische Generalstabschef Marschall Radetzky sowie der schwedische Kronprinz Karl Bernadotte aus, der als ehemaliger Marschall von Frankreich ein intimer Kenner der napoleonischen Armee war.
Am 24. August 1813 griff die Böhmische Armee unter dem Fürsten Schwarzenberg das französisch besetzte Dresden an. Da er aber zu lange mit dem Hauptangriff wartete, war es Napoleon möglich, Verstärkungen in die Stadt zu bringen. Die Schlacht verlief für die Alliierten ungünstig, sodass sie sich zurückziehen mussten. Die Franzosen setzten nach und überquerten unter General Dominique Joseph Vandamme die Elbe. Bald wurden die Russen im Raum Königstein von den Franzosen eingeholt, die jedoch für einen Tag durch ein russisches Infanteriekorps unter der Führung General Prinz Eugen von Württemberg aufgehalten werden konnte, so dass der russischen Hauptarmee der Rückzug über den Nollendorfer Pass nach Böhmen gelang.
Während die Franzosen näher kamen, formierten sich die Russen in einer Abwehrstellung an den Berghängen der Kulm-Teplitzer-Straße. Zunächst hielten am ersten Kampftag, 29. August 1813, die Russen unter großen Verlusten den Franzosen Stand. Gegen Abend kam Verstärkung durch die Böhmische Armee (Österreich). Am zweiten Kampftag war die Situation der Alliierten daher völlig anders, obwohl der Vorteil zunächst auf französischer Seite lag. General Vandamme war sich des Sieges schon sicher, da er eigene Verstärkungen erwartete, als ihm um 10 Uhr vormittags gemeldet wurde, dass die Rückseite seiner Stellung vom preußischen II. Armeekorps unter General von Kleist bedroht wurde. Nun griffen die Russen im Zentrum an, während die österreichische Kavallerie den linken Flügel umging. Als die Kavallerie der Verbündeten das Dorf Priesten vor Kulm einnehmen konnte, war ein großer Teil der französischen Infanterie vom Rest der Truppe abgeschnitten. Diese musste nach hoffnungslosem Kampf schließlich kapitulieren. 12.000 Franzosen, darunter General Vandamme gingen in Gefangenschaft und die gesamte Artillerie mit 80 Geschützen gelangte in die Hände der Verbündeten. Die beiden anwesenden Monarchen Zar Alexander I. und König Friedrich Wilhelm III. hatten die Schlacht vom Schlossberg Teplitz beobachtet und waren nach Ankunft der Preußen am Schlachtfeld erschienen.
Alle kriegsbeteiligten Nationen stellten später Denkmäler auf, zunächst die Preußen 1817, dann die Österreicher 1825, die Russen 1835 und 1913 zur Hundertjahrfeier auch die Franzosen. Das Bild auf der Medaille zeigt den russischen Obelisken mit Victoriastatue naturgetreu. Den Grundstein legte der österreichische Kaiser Ferdinand II., wie die Medaillenrückseite angibt.
Informationen zu Los 989 aus Auktion 316
| Nominal/Jahr | Goldmedaille 1835, |
|---|---|
| Seltenheit | Von allergrößter Seltenheit. |
| Zitate | Diakov 526.1 (R5); Slg. Montenuovo 2551; Slg. Julius 3934 |