RUSSISCHES REICH (BIS 1917)
RUSSISCHES REICH (BIS 1917)
Schätzpreis : 10.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
I-II u. IV Karl Reinhold Schubert (1818-1880), aus Wesenberg (Rakvere im heutigen Estland) stammend, wurde 1844 in Sankt Petersburg Goldschmiede-Meister und eröffnete im gleichen Jahr eine Juweliersfirma in Sankt Petersburg. Nach seinem Tod führten seine Witwe Sophie, geb. Heinrichsen (1817-1894) und beider Sohn Eduard Johann (1847-1912) seine Firma weiter. Die Firma fertigte aber ca. der Mitte des 19. Jahrhunderts auch Juweliers- und Juwelen-Ausführungen russischer Orden von hervorragender Qualität an. (Vgl. G. A. Tammann in TRP S.43f)
Der einklassige Orden der hl. Anna wurde 1735 von Karl Friedrich, Herzog von Holstein-Gottorp zum Gedenken an seine verstorbene Gemahlin Anna Petrovna, einer Tochter Zar Peters des Großen, gestiftet. 1761 übernahm ihn sein Sohn und Nachfolger, der inzwischen russischer Zar (Peter III.) gewordene Herzog Carl Peter Friedrich nach Rußland', wo er auch nach dem Verzicht Katharinas II. auf das Herzogtum Holstein-Gottorps verblieb. Erst mit der Krönung von deren Sohn Paul I. zum Zaren am 5. April 1797 wurde der nunmehr dreiklassige Orden in das russische Ordenssystem integriert. 1815 wurde die bisherige 3. Klasse (der St. Annen-Säbel) in die 4. Klasse umgewandelt, und ein Kreuz 3. Klasse gestiftet. Um ca. 1820 wurde die Gestaltung der Insignien verändert. 1828 wurde für die Insignien der 1. und 2. Klasse als besonderer Gnadenerweis die Krone über dem Kreuz eingeführt (in dieser Form bis 1874 verliehen), und die dritte Klasse für Militärverdienst erhielt eine auf dem Band angebrachte Schleife. Alle Klassen brachten ursprünglich den Erbadel, aber nach 1845 brachten die 2. bis 4. Klassen nur noch den persönlichen Adel. 1855 wurden die Schwerter gestiftet und die Metallsterne (statt der bisherigen gestickten) offiziell. Zwar hörte mit dem Untergang des Zarentums 1917 auch der Orden auf zu bestehen, wurde aber während des Bürgerkrieges von einigen Generälen der sogenannten Weißen Armee bis in die frühen 20er Jahre weiter verliehen.
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