KÖNIGREICH Friedrich I., 1720-1751. Dukat 1744 (Jahreszahl im Stempel aus 1743 geändert), Stockholm.
KÖNIGREICH Friedrich I., 1720-1751. Dukat 1744 (Jahreszahl im Stempel aus 1743 geändert), Stockholm.
Schätzpreis : 5.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. Von allergrößter Seltenheit. Vermutlich das einzige bekannte Exemplar in Privatbesitz. Attraktives, vorzügliches Exemplar Exemplar der Slg. Sven Svensson, Auktion Hirsch Myntauktioner 2, Stockholm 1970, Nr. 781 sowie der Sammlungen Åke Järnum, Helsingborg und C. O. Segerdahl. Erworben 1998 von Bjarne Ahlström, Stockholm.
Der Mangel an Gold zählte zu den Sorgen der schwedischen Regierung. Es wurde nur wenig Gold im Land gewonnen, und dennoch mußten Dukaten für einen bestimmten Teil des Zahlungsverkehrs geprägt werden. Das meiste Gold dafür wurde im Ausland gekauft oder als Bezahlung für Eisen, Kupfer oder Holz angenommen. Daher war die Freude in Stockholm groß, als der Förster Nils Stenborg im Jahr 1738 in dem kleinen småländischen Ort Alseda auf eine Goldmine stieß. Beflügelt durch die Gutachten des Bergmeisters Anton Swab ergriff ein wahres "Goldfieber" den Reichstag und die Regierung. Es wurde rasch unter der Beteiligung wohlhabender Schweden ein Bergbauunternehmen gegründet, und die Ausbeute kam zügig in Gang. Nach kurzer Zeit wurden noch weitere kleinere Goldvorkommen in der Nähe entdeckt.
Das Abbaugebiet wurde von der neuen Aktiengesellschaft gekauft und in "Ädelfors" umbenannt. Leider war der Abbau von Gold nur in sehr großer Tiefe (bis zu 235 Meter) möglich und erwies sich daher als zu kompliziert und teuer. Das Unternehmen konnte keine Gewinne ausschütten, und der Staat löste die Teilhaber aus. Der Goldabbau wurde jedoch aus prinzipiellen Gründen vom Staat weiterbetrieben.
Das Gold wurde an die Königliche Münze in Stockholm ausgeliefert und von 1741 bis 1801 in Dukaten (bzw. Halbdukaten) verprägt, als Kennzeichen wurde das Wappen von Småland unter das Reichswappen gesetzt. Der Goldabbau wurde 1822 (formell 1824) eingestellt. Im Durchschnitt hatte man seit 1739 ein Kilogramm pro Jahr gewonnen.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde an dieser Stelle nochmals insgesamt 55 Kilo Gold gewonnen. Während des Ersten Weltkriegs wurde Nickel abgebaut. Heutzutage können Touristen in dem nahegelegenen Fluß Gold waschen.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Informationen zu Los 7111 aus Auktion 219
| Nominal/Jahr | Dukat 1744 (Jahreszahl im Stempel aus 1743 geändert), |
|---|---|
| Münzstätte | Stockholm. |
| Seltenheit | Von allergrößter Seltenheit. Vermutlich das einzige bekannte Exemplar in |
| Zitate | Ahlström 31 (R); Fb. 67 a; Hagander -; SMH 11.2 |