KÖNIGREICH Oskar I., 1844-1859. Riksdaler specie (4 Riksdaler Riksmynt) 1855, Stockholm.
KÖNIGREICH Oskar I., 1844-1859. Riksdaler specie (4 Riksdaler Riksmynt) 1855, Stockholm.
Schätzpreis : 5.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
Ahlström 55 (XR); Dav. 355; Hagander 694.
Von allergrößter Seltenheit. Einziges bekanntes Exemplar in Privatbesitz. Feine Patina, vorzüglich Exemplar der Slg. des ägyptischen Königs Farouk, Auktion Sotheby's, Kairo, Februar 1954, Nr. 2517 und der Slg. Karl-Erik Schmitz, Teil II, Auktion Schweizerischer Bankverein/Spink & Son, Zürich 1990, Nr. 1793. Erworben 1991 von Jan Andersson, Staffanstorp.
Mit der Münzordnung vom 2. Februar 1855 wurde das Dezimalsystem im schwedischen Münzwesen eingeführt. Es sollte jedoch bis 1858 dauern, bis die neue Riksmynt-Rechnung im staatlichen Finanzwesen Einzug hielt. Im Jahr 1855 war die Ausprägung von Silbermünzen nach der neuen Münzordnung noch sehr gering und beschränkte sich auf 25- und 10-Öre-Stücke sowie eine kleine Anzahl 4-Riksdaler-Stücke. Diese zeigen (wie die entsprechenden Stücke von 1856) das von der Stempelschneiderin Lea Ahlborn (Signatur LA) geschaffene Altersporträt des Königs Oskar I. Es weicht in mehreren Punkten von dem späteren, 1856 eingeführten Porträt ab, z.B. ist der Spitzbart kürzer und das Relief höher.
Die 4-Riksdaler-Stücke von 1855 existieren mit und ohne Münzmeistersignatur. Beide Varianten sind äußerst selten, das hier vorliegende Stück mit der Signatur ST (Sebastian Tham) ist das einzige in Privatbesitz. Es stammt unter anderem aus der legendären Sammlung des ägyptischen Königs Farouk, die nach dem Putsch des Generals Nasser vom ägyptischen Staat beschlagnahmt wurde. Die sensationelle Sammlung wurde zwei Jahre später im Königspalast von Kairo durch die Firma Sotheby's in umständlicher Form versteigert. Unter den Bietern befand sich trotz der beschwerlichen Umstände der Münzenhändler John Pedersen aus der westschwedischen Stadt Borås. Er hatte früher einige seltene Münzen an König Farouk geliefert, war aber nicht bezahlt worden. Deshalb wollte er nach der Auktion seine Einkäufe mit seinen Forderungen verrechnen. Dies funktionierte jedoch nicht, statt dessen musste er die ersteigerten Stücke bar bezahlen. Um die Münzen später aus Ägypten exportieren zu können, benötigte der schwedische Münzenhändler sechs Stunden Diskussion mit den ägyptischen Behörden und die Unterstützung eines Dolmetschers. Seine Einkäufe aus der Auktion in Kairo, unter anderem das vorliegende Stück, bot Pedersen kurz darauf in seiner Lagerliste 11 an.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Informationen zu Los 7195 aus Auktion 219
| Nominal/Jahr | Riksdaler specie (4 Riksdaler Riksmynt) 1855, |
|---|---|
| Münzstätte | Stockholm. |
| Seltenheit | Von allergrößter Seltenheit. Einziges bekanntes Exemplar in Privatbesitz. |
| Zitate | Ahlström 55 (XR); Dav. 355; Hagander 694 |