LAUFENBURG Stadt. Plappart o. J. (1504-1506).
LAUFENBURG Stadt. Plappart o. J. (1504-1506).
Schätzpreis : 800 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
RR Sehr attraktives Exemplar, sehr schön-vorzüglich Nachdem Kaiser Maximilian I. der Stadt Laufenburg am 9. August 1503 das Recht erteilt hatte, nach dem Münzfuß der Städte Freiburg im Breisgau und Breisach zu prägen, wurde die seit fast 100 Jahren stillstehende Münzstätte wieder in Betrieb gesetzt. Zu den im Münzrecht von 1503 zugelassenen Sorten zählte der Plappart, der im Jahr 1425 von dem südwestdeutsch-schweizerischen Münzverein, dem Rappenmünzbund (seit 1403: Basel, Colmar, Breisach, Freiburg und das österreichische Elsaß) als halber Groschen zu 6 Rappenpfennigen eingeführt worden war. Auch das Münzbild wurde 1425 vorgeschrieben, die Vorderseite sollte das Wappen und den Stadtnamen, die Rückseite das Bild des oder der Stiftsheiligen zeigen. Während das Münzbild der kurz nach Erlangung des Münzrechts geprägten Laufenburger Plapparte den Vorgaben des Rappenmünzbundes entsprach (Vorderseite: Laufenburger Löwenwappen, Rückseite: der Stadtheilige Johannes), erwies sich offenbar ihr Feingehalt als unterwertig, weshalb der Münzbund auf dem Münztag zu Neuenburg 1507 beschloß, Maßnahmen gegen die Münzen von Laufenburg zu ergreifen. Die Stadt gab das Münzunternehmen resigniert auf, und die Plapparte von Laufenburg zählen heute zu den großen Seltenheiten der süddeutschen und Schweizer Münzgeschichte.
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Informationen zu Los 1468 aus Auktion 115
| Nominal/Jahr | Plappart o. J. (1504-1506). |
|---|---|
| Seltenheit | RR |
| Zitate | HMZ 17; Wielandt (Laufenburg) 57 |