SEGESTA. AR-Didrachme, 475/450 v. Chr.;
SEGESTA. AR-Didrachme, 475/450 v. Chr.;
Meine Notizen
Beschreibung
R Herrliche Patina, schön/fast sehr schön
Der Hund verkörpert laut Silvia Hurter den Flußgott Krimisos, den heutigen Belice. Diese Form der Verkörperung statt des üblichen androkephalen Stiers ist in der antiken Bildsprache einmalig. Der auf dem Revers abgebildete segestäische Aigestekopf ähnelt dem der Arethusa auf syrakusanischen Prägungen. Ein verbindendes Element ist besonders die frühzeitliche Krobylosfrisur. Wahrscheinlich beziehen sich die Münzbilder auf den Gründungsmythos von Segesta. Von diesem Mythos existieren verschiedene Varianten. Laut Maurus Servius Honoratus (Serv. zu V. A. 1, 550) schickte der Trojaner Hippotes, als Poseidon das trojanische Land verwüsten ließ, seine Tochter Egesta mit einem Schiff in die Fremde. Egesta gelangte nach Sizilien, wo sie von dem in einen Bären oder Hund verwandelten Flußgott Krimisos Acestes (Aigestes) gebar, der Segesta gründete. Siehe zum Flußgott Krimisos Hurter, S. M., Die Didrachmenprägung von Segesta, 2008, bes. S. 21 f.
Informationen zu Los 38 aus eLive Auction 93
| Nominal/Jahr | AR-Didrachme, 475/450 v. Chr.; |
|---|---|
| Seltenheit | R |
| Gewicht | 8,52 g |
| Zitate | Hurter 12; Hoover 1113 |