ERZBISTUM Werner von Falkenstein, 1388-1418. Goldgulden o. J. (1402-1404), Koblenz.
ERZBISTUM Werner von Falkenstein, 1388-1418. Goldgulden o. J. (1402-1404), Koblenz.
Schätzpreis : 4.500 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. Von größter Seltenheit und herausragender historischer und numismatischer Bedeutung. Sehr schön Der vorliegende Goldgulden offenbart einen für das Mittelalter unerhörten und wohl einzigartigen Vorgang: Er verweigert dem Landesherrn den Status als Prägeherr, indem er dessen Namen und Titel auf der Vorderseite tilgt und durch die Münzstätte ersetzt, die hier auf beiden Seiten erscheint. Die Vermutung, daß es sich hier um eine unabsichtliche Stempelkopplung handelt, ist nicht haltbar, da der Vorderseitenstempel keine anderweitige Verwendung mehr gefunden hat. Wahrscheinlich ist er nach der Entdeckung des Geschehens eingezogen und vernichtet worden. Der naheliegende Verdacht, daß mit der Prägung die gerade in dieser Zeit latenten Bemühungen der Stadt Koblenz um Unabhängigkeit von Kurtrier und Reichsunmittelbarkeit Ausdruck finden, müßte freilich erst durch weitere Quellen erhärtet werden.
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Informationen zu Los 2694 aus Auktion 87
| Nominal/Jahr | Goldgulden o. J. (1402-1404), |
|---|---|
| Münzstätte | Koblenz. |
| Seltenheit | Von größter Seltenheit und herausragender historischer und numismatischer |
| Gewicht | 3,45 g Feingold |
| Zitate | Fb. 3420; Noss 267 b |