TENEDOS. AR-Tetradrachme, nach 189 v. Chr.;
TENEDOS. AR-Tetradrachme, nach 189 v. Chr.;
Schätzpreis : 2.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
RR Sehr schön + Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 141, München 2005, Nr. 140; der Auktion Giessener Münzhandlung 62, München 1993, Nr. 245 und der Auktion Peus Nachf. 332, Frankfurt am Main 1991, Nr. 188.
Tenedos soll seinen Namen von Tenes haben, der in Tenedos göttliche Verehrung genoß (Cicero, De natura deorum III, 15, 39). So stellt der Doppelkopf auf der Vorderseite nach einer Deutung Tenes und dessen Schwester Hemithea dar. Für die Doppelaxt auf dem Revers geben schon die antiken Autoren mehrere Erklärungen. Pausanias berichtet, daß Tenes sich mit seinem Vater zerstritten hatte. Als dieser mit seinem Schiff bei Tenedos vor Anker lag, um sich mit dem Sohn zu versöhnen, hat Tenes die Taue mit einer Doppelaxt durchschlagen, um die Versöhnung zu verhindern. Aristoteles bringt die Axt mit einem Gesetz eines Königs von Tenedos in Verbindung, welches Ehebruch mit dem Tod bestrafte und einen Sohn des Königs traf. Wahrscheinlicher ist allerdings, daß die Doppelaxt ein Symbol des Dionysos Pelekys ist und auf vorgriechische Zeit zurückgeht.
Informationen zu Los 82 aus Auktion 236
| Nominal/Jahr | AR-Tetradrachme, nach 189 v. Chr.; |
|---|---|
| Seltenheit | RR |
| Gewicht | 16,69 g |
| Zitate | de Callatay 61 (dies Exemplar) |