TSCHECHOSLOWAKEI Republik. Goldmedaille zu 10 Dukaten 1971,
TSCHECHOSLOWAKEI Republik. Goldmedaille zu 10 Dukaten 1971,
Schätzpreis : 750 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. Fast Stempelglanz Josef Mánes wurde am 12. Mai 1820 in Prag als Sohn eines berühmten Vaters, des Landschaftsmalers Antonín Mánes geboren, von dem er auch seine malerische Ausbildung an der Kunsthochschule in Prag erhielt. Er gilt als der bedeutendste tschechische Künstler des 19. Jahrhunderts und Begründer der neueren tschechischen Malerei. Nicht umsonst wählte ihn die Vereinigung der tschechischen bildenden Künstler als Namensgeber ihrer Vereinigung - SVU Mánes. Sein vielseitiges Werk umfasst Landschaften, Porträts, historische Szenen, Genremalereien sowie volkskundliche und botanische Studien. Zunächst stand sein Schaffen in der Tradition der europäischen Romantik. Sein Gespür für die Wirklichkeit entfaltete sich aber erst voll in Zeichnungen mit Motiven aus dem Leben der einfachen Leute in Böhmen und der Slowakei, in denen er die Träger des Nationalgedankens sah. Die Liebe zu seiner tschechischen Heimat kommt in vielen seiner Landschaftsbilder zum Ausdruck. Desöfteren führte Mánes auch Auftragsarbeiten aus, u. a. Gestaltungen von Fahnen, Grußadressen und die verschiedensten Kunstgegenstände. Den Höhepunkt in seinem Schaffen erreichte Mánes im Jahr 1864, als er den Auftrag zur Ausschmückung des Horologiums (Orloj) am Prager Altstädter Rathaus annahm und die Medaillons der 12 Monate und der Tierkreiszeichen gestaltete. Hier brachte er sein gesamtes Kunstverständnis ein in eine lebendige Idylle des Lebens der einfachen Leute bei der Arbeit und der Ruhe. Josef Mánes starb am 9. Dezember 1871 in Prag. Sein Werk aber hat bis heute den allergrößten Einfluß auf die gesamte Entwicklung der tschechoslowakischen Kunst.
Die Rückseitendarstellung der vorliegenden Medaille bezieht sich auf ein Gemälde von Mánes (Öl auf Leinwand, 74 x 59 cm; aus dem Jahr 1855), das sich heute in der National-Galerie in Prag befindet. Dieses Gemälde diente auch als Vorlage für eine Briefmarke, die 1968 von der Tschechoslowakei ausgegeben wurde. Das Porträt, das erst nach dem Tod von Mánes veröffentlicht wurde, war nicht als Auftrag gemalt worden. Die Identität der dargestellten Dame "Josefina" wurde nie völlig geklärt. Entweder handelt es sich um eine unbekannte Schauspielerin oder es ist Josef Manes' unglückliche Liebe Fanynka S. Die gefühlvolle Darstellung übersteigt den Rahmen eines typischen Porträts durch die erkennbar sehr subjektive Beziehung des Malers zur abgebildeten Person.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Informationen zu Los 1277 aus Auktion 101
| Nominal/Jahr | Goldmedaille zu 10 Dukaten 1971, |
|---|---|
| Gewicht | 30,51 g Feingold |
| Zitate | Fb. -; Schl. - |