Schätzpreis : 2.000 €
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Meine Notizen
Beschreibung
R II- Originales und getragenes Exemplar aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Für die viel erzählte Legende von der Stiftung des Ordens und der Entstehung des Ordensmottos gibt es keinerlei historische Nachweise. Dieser zufolge habe Catherine Montagu, Countess of Salisbury (1304-1349), während eines Festes am 23. April 1344 auf Schloß Eltham bei London beim Tanz mit König Eduard III. (1312-1377) von England ihr Strumpfband verloren, wonach es der König mit den Worten Honi soit qui mal y pense aufgehoben habe. Weiter habe er gesagt, es zum ehrenvollsten Strumpfband machen zu wollen, das je getragen worden sei.
Fest steht nur, daß Eduard III. von England den Orden um 1350 gestiftet hat. Im Allgemeinen folgt man heute den Ausführungen von Elias Ashmole von 1672, daß er 1348 gestiftet worden sei.
Der Orden bestand (und besteht auch heute noch) aus dem Monarchen als dessen Ordens-Souverän [Sovereign], dem Prinzen von Wales und 24 Ordensrittern [Knights Companions], wobei es schon bald üblich geworden ist, weitere Mitglieder der königlichen Familie und nicht-englische Souveräne und Prinzen als „überzählige [supernumerary]“ Ordensritter aufzunehmen.
Seit dem 18. Jahrhundert erfolgte die Ernennung neuer Ordensritter auf Vorschlag der Regierung. 1946 kam jedoch König Georg VI. (1895-1952) mit Premierminister Clement Atlee (1883-1967) und Oppositionsführer Winston Churchill (1874-1965) überein, daß der politische Einfluß auf den Hosenband- wie auch auf den Distel-Orden wieder aufgehoben werden mußte und es künftig wieder alleiniges und unkontrolliertes Recht des Monarchen sein sollte, neue Ordensmitglieder zu ernennen.
Seit Stiftung des Ordens besteht das eigentliche Ordenszeichen aus dem sogen. „Hosenband [Garter]“, einem blauen Band mit goldenen Borten, dem gestickten oder metallenem Ordensmotto und einer goldenen Schnalle. In dieser Form taucht es, um Wappenschilde geschlungen, auch häufig in der englischen Heraldik auf. Es wurde und wird von den Ordensrittern unterhalb des linken Knies, von den Ordensdamen am linken Oberarm getragen.
Briten und Angehörige der Länder, in denen der britische Souverän ebenfalls Staatsoberhaupt ist, erhalten bei der Verleihung des Ordens den Ritterschlag, womit sie in den persönlichen Adelsstand erhoben werden, und das Recht erhalten, das Prädikat „Sir“ (seit 1987 bei Frauen „Lady“) und hinter dem Nachnamen die Buchstaben „KG“ für „Knight oft the Garter [Ritter des Hosenbandes]“ oder „LG“ für „Lady of the Garter [Dame des Hosenbandes]“ zu führen.
(Vgl. auch: Autengruber, Michael: „Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt! – Der englische Hosenbandorden. In: Münzen & Sammeln Nr. 12, Dezember 2011. S. 35 - 38.)
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