ZARENTUM BULGARIEN (1908-1944)
ZARENTUM BULGARIEN (1908-1944)
Schätzpreis : 15.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
RRR I-II Außergewöhnlich schöne Anfertigungsqualität in allerbester Erhaltungqualität, eine der seltensten Ordenskollanen überhaupt. Laut Angaben des Einlieferers kommt die Kollane aus Bulgarien, wo sie von den Nachkommen eines der sechs bulgarischen nicht der königlichen Familie angehörenden Beliehenen bis nach dem Zusammenbruch des Kommunismus im Jahr 1990 versteckt worden war.
Die Große Kollane, die höchste Auszeichnung des Zarentums Bulgarien, wurde vom Stiftungsjahr 1909 bis zum 9. September 1944 nur an neun Bulgaren verliehen: an Zar Ferdinand und seine beiden Söhne Prinz Boris und Prinz Cyril, an Exarch Yossif I. (1912), Ivan Geshow (1913), Dr. Vassil Radoslavov (1918), Ivan Vazov (1920), Bischof Simeon (1922) und General Danail Nikolaev (1936). Ausländische Inhaber der großen Kollane waren u. a. Zar Nikolaus II. von Rußland, der Deutsche Kaiser Wilhelm II., Kaiser Franz Joseph I. von Österreich, König von Ungarn und König Georg VI. von Großbritannien und Irland, Kaiser von Indien.
Der Orden wurde gestiftet mit königlichem Reskript von Zar Ferdinand I. am 18. Mai 1909, als einklassiger höchster bulgarischer Orden, der höchsten Würdenträgern vorbehalten war. Die Große Kollane des Ordens, bestehend aus 24 Kettengliedern, war statuarisch dem Zar vorbehalten, konnte jedoch als besondere Auszeichnung an fremde christliche Souveräne und in Ausnahmefällen auch an Bulgaren verliehen werden. Der Zar selbst trug zu besonderen Anlässen eine sogen. „Großmeisterkollane“ mit 40 großen Kettengliedern. Die kleine Kollane wurde an die königlichen Prinzen und an fremde christliche Staatsoberhäupter verliehen. Der Orden wurde von seiner Stiftung bis 1944 an nur neun Bulgaren und an insgesamt 52 Ausländer verliehen, als erstem dem russischen Zaren Nikolaus II. . Nach 1944 wurde er nicht mehr verliehen und schließlich nach Ausrufung der Republik abgeschafft.
Mit Ukas Nr. 649 vom 13. Dezember 1950 stiftete das Präsidium der Volksversammlung den dreiklassigen Orden „Kyrill und Methodius“ für Verdienste um die Wissenschaft, Erziehung und Kultur (2. Modell), der jedoch mit Ukas Nr. 1094, veröffentlicht in der Staats-Gazette Ausgabe 27 vom 5. April 1991, wieder abgeschafft wurde. Mit dem „Akt über die Orden und Medaillen der Republik Bulgarien“ der XXXIX. Volksversammlung vom 29. Mai 2003, Ukas Nr. 230 vom 9. Juni 2003 (veröffentlicht in der Staats-Gazette, Ausgabe 54 vom 13. Juni), dem „Akt über die Änderung und Erweiterung der Orden und Medaillen der Republik Bulgarien“ der XXXIX. Volksversammlung vom 20. Mai 2004 und dem Ukas Nr. 184 vom 20. Mai 2004 (veröffentlicht in der Staats-Gazette, außerordentliche Ausgabe 43 vom 21. Mai) wurde ein neues System staatlicher Auszeichnungen geschaffen, womit auch der dreiklassige Orden „St. St. Kyrill und Methodius“ als Auszeichnung für Verdienste um die Wissenschaft, Erziehung und Kultur wieder errichtet, die Gestaltung dessen Insignien jedoch an den Orden der Zarenzeit angelehnt wurde (3. Modell). So besteht die 1. Klasse aus einem Kleinod ähnlich dem der Zarenzeit an einer Kette ähnlich der kleinen Kollane der Zarenzeit und aus einem Bruststern, die 2. und die 3. Klasse jeweils aus dem Ordenskreuz am Dreiecksband (2. Klasse goldfarben, Band mit Rosette und dritte Klasse silberfarben).
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Informationen zu Los 8251 aus Auktion 173
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