Dass die Aufregung bei uns intern ebenso wie bei Sammlern weltweit in den vergangenen Monaten sehr groß war, ist angesichts der Bedeutung dieser sehr besonderen Sammlung von Münzen aus dem Besitz des Hauses Hohenzollern nur verständlich. Künker hatte die Ehre, die Imperial Collection aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I. wieder in den numismatischen Kreislauf zurückzubringen und Sammlern weltweit zugänglich zu machen. Zusammengetragen von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und seinem Bruder dem späteren Kaiser Wilhelm I, wurde sie zu einer Kollektion von unvergleichlicher Erhaltungsqualität mit lückenloser Provenienz. Auch die Medien erfassten die Bedeutung dieser historischen wertvollen Stücke und berichteten im Vorfeld wie auch im Nachgang der Auktion umfangreich.
Im Radiosender Norddeutscher Rundfunk liefen gleich zwei Beiträge: eine längere spannende Reportage über unser Auktionshaus, die Sommer-Auktionen und eine zweite über die wechselvolle Geschichte der Sammlung selbst.
Große Aufmerksamkeit erhielt dabei der Familienrubel von Zar Nikolaus, mit 250.000 Euro das am höchsten geschätzte Stück der Auktionen, das schließlich für 700.000 Euro den Besitzer wechselte: „Wir können sicher sein, dass Friedrich Wilhelm IV. es in der Hand hatte, wir können mit größter Wahrscheinlichkeit annehmen, dass es auch der Zar und die Zarin in der Hand hatten, das macht einen besonderen Reiz aus und ist für Sammler etwas ganz Besonderes“, so unser Geschäftsführer Ulrich Künker zum NDR. Radioredakteur Daniel Sprehe befasst sich daraufhin mit der besonderen Geschichte der anlässlich vom 10-jährigen Regierungsjubiläum des Zaren geprägten Silbermünze, auf dem er selbst sowie seine gesamte Familie abgebildet sind. Bei der zur Versteigerung stehenden Münze handelte es sich um einen Entwurf, auf den noch weitere folgen sollten. Denn die Abbildung seiner Frau erinnerte den Zaren zu sehr an seine Schwiegermutter. „Unter anderem soll den Zaren das Doppelkinn seiner Frau gestört haben“, erläutert der Redakteur. Auch der Frage, warum ausgerechnet ein Auktionshaus aus Osnabrück vom Hause Hohenzollern den Auftrag zur Versteigerung erhalten hat, geht der Radioreporter nach: „Das Auktionshaus gilt unter Numismatikern, also Münzexperten, als eine der ersten Adressen in Europa.“
Die Neue Osnabrücker Zeitung griff unsere Auktionen ebenfalls schon im Vorfeld auf.
Man kann beim Lesen des Artikels spüren, wie unsere Faszination für Geschichte und die Objekte auf den Kulturredakteur Ralf Döring überspringen. Auch hier steht der Zarenrubel im Mittelpunkt: „Doch dem Zaren gefiel nicht, wie seine Gattin auf der Münze dargestellt war: zu pausbäckig, nicht schön genug; die Eheleute waren sich nicht aus politischen Erwägungen heraus, sondern in Liebe zugetan“, schreibt Döring. Und auch er stellte die Frage, was dieses Projekt für das Haus Künker bedeutet: „Aufgrund ihrer historischen Bedeutung ist diese Sammlung ein absolutes Highlight in unserer Firmengeschichte“, sagt Künker mit großem Understatement“, so wird unser Geschäftsführer zitiert.
Auch im Nachgang der Auktion wurde in der Neuen Osnabrücker Zeitung ausführlich berichtet.
Zudem berichteten verschiedene Tageszeitungen über unsere Auktionen und stellen einen regionalen Bezug zu einzelnen Sammelobjekten her.
So beispielsweise die Aachener Zeitung, die über eine sehr seltene 25-Dukaten-Goldmedaille schreibt, die zur Erinnerung des Aachener Fürstenkongresses 1818 vom russischen Kaiserreich geschaffen wurde. Das Stück, ursprünglich auf einen Wert von 12.500 Euro geschätzt, erzielte schließlich einen Zuschlag von 24.000 Euro.
Die Schleswig-Holsteinische Zeitung befasste sich mit der Glücksburger Historie rund um das Silberstück, das „der große Kurfürst“ Friedrich Wilhelm als Herrscher von Brandenburg-Preußen im Jahr 1668 anlässlich seiner zweiten Eheschließung mit Dorothea von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg prägen ließ. Statt für die geschätzten 7.500 Euro fand diese Münze für 32.000 Euro einen neuen Besitzer.
Schleswig-Holsteinische Zeitung
In Weimar interessierte sich die Thüringer Allgemeine für das goldene 25-Dukaten-Stück, mit dem Prinz Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen seine Silberhochzeit mit Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach würdigte und brachte darüber einen langen Artikel.
„Ich kann nur schwer in Worte fassen, was es bedeutet, die kaiserliche Sammlung in Händen zu halten. Es ist uns eine unbeschreiblich große Ehre, diesen Schatz für Sammler auf der ganzen Welt zugänglich zu machen“, so wird Ulrich Künker zitiert. Dem neuen Besitzer war dieses Sammlerstück 40.000 Euro wert – es lag damit ebenfalls weit über dem Schätzwert von 12.500 Euro.
Die Westfälischen Nachrichten und die Münstersche Zeitung berichten ausführlich über eine Silbermünze von 1666, die an den Fürstbischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen, erinnert, der gemeinsam mit England militärisch gegen die aufstrebende Seemacht der Vereinigten Niederlande vorgegangen war. „Damals waren Medaillen ein wichtiges Medium politischer Kommunikation. Dieses Stück inszeniert den Großen Kurfürsten bewusst als ordnende und friedensstiftende Kraft Europas", wird der Künker-Geschäftsführer zitiert. Auch hierfür gab es viele Gebote und der Zuschlag fiel schließlich bei 19.000 Euro, 9.000 Euro über dem Schätzwert.
Deutsche Presse Agentur schickte Meldung zum Ergebnis der Auktion in die Welt
tagesschau.de