POMMERN-STETTIN, HERZOGTUM Philipp II., 1606-1618. 1 1/2fache Reichstalerklippe 1613, Stettin.
POMMERN-STETTIN, HERZOGTUM Philipp II., 1606-1618. 1 1/2fache Reichstalerklippe 1613, Stettin.
Schätzpreis : 15.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
Von allergrößter Seltenheit. Vermutlich zweites bekanntes Exemplar. Feine Patina, sehr schön-vorzüglich Herzog Philipp II., Sohn von Bogislaw XIII. und Clara von Braunschweig-Lüneburg, absolvierte ein Studium an der Universität Rostock und zählte zu den kunstsinnigsten Herrschern des Greifengeschlechts. Nach seinem Regierungsantritt 1606 trat er als Mäzen hervor und begründete auch selbst Sammlungen von Kunstschätzen und Münzen sowie eine bedeutende Bibliothek. Enger Berater des Herzogs in kulturellen Fragen war der Augsburger Patrizier Philipp Hainhofer, der unter anderem seinen Landsmann Daniel Sailer als Stempelschneider an den Stettiner Hof vermittelte. Von ihm stammen wohl auch die Stempel für die vorliegende Prägung. Philipp II. hatte 1612 beschlossen, die seit 1596 ruhende Münzprägung in Stettin wiederaufzunehmen. Auf der äußerst seltenen Klippe, von der Hildisch nebem dem vorliegenden (in seinem Buch abgebildeten) nur das Exemplar in St. Petersburg kannte, ist die Devise Philipps II. - "Für Christus und den Staat" - zu lesen. In den Legenden der Vorder- und Rückseite ist neben neun pommerschen Wappenschilden (Stettin, Pommern, Kassuben, Wenden, Rügen, Usedom, Barth, Gützkow, Wolgast) auch die Blutfahne zu sehen. Dieses Symbol der obersten Gerichtsbarkeit (des Blutgerichts) durfte von allen Fürsten des Alten Reiches geführt werden und wurde von den pommerschen Herzogen besonders hervorgehoben. Wir freuen uns, Ihnen diese vermutlich nur noch in zwei Exemplaren vorhandene Rarität anbieten zu können.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Informationen zu Los 4101 aus Auktion 175
| Nominal/Jahr | 1 1/2fache Reichstalerklippe 1613, |
|---|---|
| Münzstätte | Stettin. |
| Seltenheit | Von allergrößter Seltenheit. Vermutlich zweites bekanntes Exemplar. |
| Zitate | Dav. 7204; Hildisch KL 49 (dieses Exemplar) |