PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm III., 1797-1840. Silbermedaille 1823,
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm III., 1797-1840. Silbermedaille 1823,
Meine Notizen
Beschreibung
Selten, besonders in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. Hübsche Patina, winz. Randfehler, fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 198, MKB 1943). Aus dem Nachlass König Friedrich Wilhelms IV.
Friedrich Wilhelm, geboren am 15.10.1795, gelangte im reifen Alter von 44 Jahren an die Regierung. Mit ihm verbanden sich große Hoffnungen unter den Liberalen auf die Einlösung des Verfassungsversprechens seines Vaters sowie auf die Einberufung eines Landtages. Der König schien auch zunächst eine Wende der starren Politik seines Vaters einzuleiten. Bald jedoch stellte sich heraus, daß er keineswegs bereit war, seinen eigenen Machtumfang zugunsten einer konstitutionellrepräsentativen Volksvertretung zu reduzieren. Erst 1847 rief er einen Landtag ein und bewilligte unter dem Eindruck der Februarrevolution im März 1848 die liberalen Forderungen. Im Folgejahr lehnte er jedoch die von der Frankfurter Nationalversammlung angebotene Kaiserkrone ab, eine "aus Dreck und Letten gefertigte Krone", die den "Ludergeruch der Revolution" trage. Nach dem Scheitern der Revolution ließ er 1850 eine Verfassung oktroyieren, die den Landtag in seinen Rechten stark beschnitt. Friedrich Wilhelm IV. erlitt im Juli 1857 den ersten von mehreren Schlaganfällen, die zur Beeinträchtigung seines Sprachvermögens und Lähmung anderer Gehirnfunktionen führten. Im Jahr 1858 verschlechterte sich der Zustand des kinderlosen Königs derart, daß sein jüngerer Bruder Wilhelm die Regierung übernahm. Am 2.1.1861 erlag Friedrich Wilhelm IV. seiner schweren Krankheit im Alter von 65 Jahren.
Informationen zu Los 109 aus Auktion 442
| Nominal/Jahr | Silbermedaille 1823, |
|---|---|
| Seltenheit | Selten, besonders in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. |
| Zitate | Bolzenthal 118; Lehnert 35; Marienb. 4161 (dort in Bronze); Witt. 2819; Mues/Olding 499 |