KÖNIGREICH Friedrich I., 1720-1751. Dukat 1750, Stockholm.
KÖNIGREICH Friedrich I., 1720-1751. Dukat 1750, Stockholm.
Schätzpreis : 7.500 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. Von großer Seltenheit. Scharf ausgeprägtes Prachtexemplar mit feiner Goldtönung, fast Stempelglanz Exemplar der Slg. Lars Emil Bruun, Teil 2, Auktion Adolph Hess Nachfolger 152, Frankfurt/Main 1914, Nr. 1843. Der zweite Teil der Slg. Bruun kam wegen des Kriegsausbruchs nicht zur Versteigerung, sondern gelangte komplett in die Slg. Israel Berghman, Stockholm. Später Exemplar der Slg. Gunnar Ekström, Auktion Ahlström 11, Stockholm 1976, Nr. 141. Erworben aus der Slg. Karl-Erik Schmitz, Teil II, Auktion Schweizerischer Bankverein/Spink & Son, Zürich 1990, Nr. 1310.
Der Mangel an Gold zählte zu den Sorgen der schwedischen Regierung. Es wurde nur wenig Gold im Land gewonnen, und dennoch mußten Dukaten für einen bestimmten Teil des Zahlungsverkehrs geprägt werden. Das meiste Gold dafür wurde im Ausland gekauft oder als Bezahlung für Eisen, Kupfer oder Holz angenommen. Daher war die Freude in Stockholm groß, als der Förster Nils Stenborg im Jahr 1738 in dem kleinen smaländischen Ort Alseda auf eine Goldmine stieß. Beflügelt durch die Gutachten des Bergmeisters Anton Swab ergriff ein wahres "Goldfieber" den Reichstag und die Regierung. Es wurde rasch unter der Beteiligung wohlhabender Schweden in Bergbauunternehmen gegründet, und die Ausbeute kam zügig in Gang. Nach kurzer Zeit wurden noch weitere kleinere Goldvorkommen in der Nähe entdeckt.
Das Abbaugebiet wurde von der neuen Firma gekauft und in "Ädelfors" umbenannt. Leider war der Abbau von Gold nur in sehr großer Tiefe (bis zu 235 Meter) möglich und erwies sich daher als zu kompliziert und teuer. Das Unternehmen konnte keine Gewinne ausschütten, und der Staat löste die Teilhaber aus. Der Goldabbau wurde jedoch aus prinzipiellen Gründen vom Staat weiterbetrieben.
Das Gold wurde an die Königliche Münze in Stockholm ausgeliefert und von 1741 bis 1801 in Dukaten (bzw. Halbdukaten) verprägt, als Kennzeichen wurde das Wappen von Smäland unter das Reichswappen gesetzt. Der Goldabbau wurde 1822 eingestellt. Im Durchschnitt hatte man seit 1739 ein Kilogramm pro Jahr gewonnen.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde an dieser Stelle nochmals insgesamt 55 Kilo Gold gewonnen. Während des Ersten Weltkriegs wurde Nickel abgebaut. Heutzutage können Touristen in dem nahegelegenen Fluß Gold waschen.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Informationen zu Los 6115 aus Auktion 185
| Nominal/Jahr | Dukat 1750, |
|---|---|
| Münzstätte | Stockholm. |
| Seltenheit | Von großer Seltenheit. |
| Zitate | Ahlström 43 (R); Fb. 67 a; Hagander 380; SMH 15 |