PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861. Goldmedaille zu 50 Dukaten 1855,
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861. Goldmedaille zu 50 Dukaten 1855,
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. In Gold äußerst selten, besonders in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. Winz. Randfehler, fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 11154, MKB 1537). Aufgrund kriegsgbedingt verschollener Nachweise nicht eindeutig den Nachlässen König Friedrich Wilhelms IV. oder Kaiser Wilhelms I. zuzuordnen.
Das 600jährige Stadtjubiläum von Königsberg wurde im Jahr 1855 gefeiert. Zu diesem Anlass gab es besondere Feierlichkeiten, darunter die Herausgabe eines Jubelgedichts sowie die Stiftung von Medaillen durch das Festkomitee. Im Jahr 1255 ließ der Deutsche Orden auf Empfehlung des böhmischen Königs Ottokar II. eine Burg errichten, um sich gegen die heidnischen Samländer zu schützen. Zu Ehren des Königs erhielt sie den Namen Königsberg. Bereits ein Jahr später entstand in ihrer Nähe eine Siedlung, aus der die spätere Altstadt hervorging. Nach ihrer Zerstörung durch die Preußen im Jahr 1263 wurde sie wieder aufgebaut und erhielt 1286 das Kulmer Stadtrecht. Später kamen zwei weitere Städte hinzu: Löbenicht im Osten (1300) und Kneiphof im Süden (1327). Diese drei Städte, die auch zur Hanse gehörten, wurden zusammen mit den umliegenden Vororten („Freiheiten“) erst 1724 unter Friedrich Wilhelm I. zu einer einzigen Stadt vereint.
Königsberg war bereits zuvor von gemeinsamen Befestigungsanlagen umgeben. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt weiter stark ausgebaut, was jedoch zu einer dichten Bebauung führte und ihre Entwicklung zunächst hemmte. Erst ab 1920 konnte sie sich durch Eingemeindungen erneut ausdehnen. Nachdem die Marienburg verloren gegangen war, verlegte der Hochmeister des Deutschen Ordens, Ludwig von Erlichshausen, seine Residenz nach Königsberg. Unter Albrecht I. blieb die Stadt bis 1618 Sitz der preußischen Herzöge. Später verlor sie diesen Status, blieb jedoch bedeutend: 1701 und 1861 fanden hier die Krönungen der preußischen Könige statt. Zudem war Königsberg von 1808 bzw. 1815 bis 1945 Hauptstadt Ostpreußens. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt stark zerstört. Seit 1946 gehört sie zur damaligen RSFSR (Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik) und heutigen Russischen Föderation, wurde in Kaliningrad umbenannt und ist heute Hauptstadt der gleichnamigen Region.
Informationen zu Los 178 aus Auktion 442
| Nominal/Jahr | Goldmedaille zu 50 Dukaten 1855, |
|---|---|
| Seltenheit | In Gold äußerst selten, besonders in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. |
| Erhaltung | Winz. Randfehler, fast Stempelglanz / In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 66 PL (8588614-001). |
| Zitate | Marienb. 2702 (dort in Silber); Sommer K 14; Mues/Olding 556 |