PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861. Goldmedaille zu 50 Dukaten 1855,
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861. Goldmedaille zu 50 Dukaten 1855,
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. In Gold äußerst selten. Sehr attraktives Exemplar mit herrlichem Prägeglanz, kl. Kratzer, fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 221, MKB 1494). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Zwischen 1813 und 1815 wurden in Mitteleuropa die Befreiungskriege, auch Freiheitskriege geführt, mit denen die Vormachtstellung Frankreichs in Mitteleuropa beendet wurde. Nachdem Frankreich seit 1792 unter napoleonischer Herrschaft in weiten Teilen des europäischen Kontinents die Vorherrschaft erlangt hatte, bildeten die eroberten Staaten wechselnde Allianzen und Bündnisse, um sich von der französischen Besatzung zu befreien und wurden zunehmend auch von anderen Staaten unterstützt – etwa Preußen. Nach einem wechselhaften Kriegsverlauf konnte Napoleon schließlich 1815 in der Schlacht bei Waterloo von Großbritannien und Preußen endgültig besiegt werden. In den folgenden Jahren wurden vielerorts Denkmäler für die Befreiungskriege und für die von den Zeitgenossen als „Helden der Befreiungskriege“ wahrgenommenen Persönlichkeiten errichtet. Zu diesen gehörten auch die drei Feldmarschälle, zu deren Ehren die vorliegende Medaille geprägt wurde:
Ludwig von York, Graf von Wartenburg befehligte 1812 das preußische Hilfskorps in Napoleons Russlandfeldzug und schloss am 30. Dezember 1812 in eigener Verantwortung mit Russland die Konvention von Tauroggen. Damit ermöglichte er die Koalition Preußens und Russlands gegen Napoleon. 1813 veranlasste er die Volksbewaffnung in der Provinz Preußen, nahm an der Schlacht bei Katzbach und schließlich an der Völkerschlacht bei Leipzig teil und trug in diesen entscheidend zum Sieg über Napoleon bei.
Gebhard Leberecht von Blücher, Fürst von Wahlstatt widmete sich mit ganzer Leidenschaft dem Befreiungskampf gegen Frankreich: 1813 wurde er Oberbefehlshaber der Schlesischen Armee und erzielte mit seinen Truppen sowohl in der Schlacht bei Katzbach als auch in der Völkerschlacht bei Leipzig große Erfolge. Dennoch ließ von Blücher die französischen Truppen nicht einfach ziehen, sondern verfolgte sie bis nach Paris. Im März 1814 besetzten seine Truppen die Stadt und zusammen mit Wellington siegte seine Armee bei Waterloo 1815 endgültig über Napoleon. Es war diese Unterstützung durch die preußische Armee unter General Blücher auf die sich der berühmte Ausspruch Wellingtons „Ich wollte, es wäre Nacht oder die Preußen kämen!“ bezog, als dessen Truppen auf dem Höhepunkt der Schlacht ins Wanken gerieten.
Der preußische Generalleutnant Graf August Wilhelm Neidhardt von Gneisenau war nicht nur ein erfolgreicher Befehlshaber während der Befreiungskriege, sondern auch Heeresreformer. Berühmt wurde er zunächst durch die Verteidigung der Festung Kolberg bis zum Frieden von Tilsit 1807. In den folgenden Jahren widmete er sich zusammen mit Gerhard von Scharnhorst der Modernisierung der preußischen Armee im Sinne der Aufklärung und führte unter anderem die allgemeine Wehrpflicht ein. Ab 1813 wirkte von Gneisenau dann als Stabschef Blüchers und war in dieser Funktion maßgeblich an der strategischen und operativen Planung der Völkerschlacht beteiligt. Auch 1815 hatte Gneisenau als Stabschef der blücherschen Armee wesentlichen Anteil an der Niederlage Napoleons bei Waterloo – ein eigenes Kommando blieb ihm jedoch verwehrt. Das ihm gegenüber aufgrund früherer politischer Äußerungen zur Volksbewaffnung am preußischen Hof herrschende Misstrauen, wog letztlich zu schwer.
Bis heute stehen die drei Denkmäler in Berlin; seit 1963 jedoch nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort an der Prachtstraße Unter den Linden, sondern auf der Grünfläche des Bebelplatzes
Informationen zu Los 179 aus Auktion 442
| Nominal/Jahr | Goldmedaille zu 50 Dukaten 1855, |
|---|---|
| Seltenheit | In Gold äußerst selten. |
| Erhaltung | Sehr attraktives Exemplar mit herrlichem Prägeglanz, kl. Kratzer, fast Stempelglanz / In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 62 DPL (8588672-004). |
| Zitate | Marienb. 10125 (dort in Kupfer); Sommer K 15; F. u. S. 3709 |