HERZOGTUM Engelbert IX., 1872-1949. Silberner Münzbecher 1918,
HERZOGTUM Engelbert IX., 1872-1949. Silberner Münzbecher 1918,
Estimated price : €2,000
Hammer price
My notes
Description
gefertigtes Unikat eines namhaften schlesischen Silberproduzenten und In fürstlicher Auftragsarbeit bedeutendes Dokumentationsstück zur Geschichte des Hauses Arenberg. Von vorzüglicher Erhaltung Das Haus Arenberg ist erstmals für das Jahr 1166 urkundlich nachweisbar. Schon der erste historisch bekannte Edelherr Heinrich de Arberg hatte das Amt eines Burggrafen des Erzbischofs von Köln inne. Die Familie benannte sich nach ihrer unweit von Ahrweiler auf dem Aremberg errichteten Stammburg. Ihre Kernbesitzungen lagen an der oberen Ahr, an Erft, Sieg und im Westerwald. Nachdem um 1280 diese ältere Linie der Arenberger im Mannesstamm erloschen war, gründete sich durch töchterlicher Heiratsverbindung mit dem gräflichen Hause zur Mark die zweite Linie des Hauses Arenberg, auf die Name, Titel und Besitzungen des Hauses übergingen. Das Geschlecht erwarb bedeutenden Besitz in Belgien, den Niederlanden und Lothringen. Im 16. Jahrhundert verband sich die Hauptlinie des Hauses Arenberg durch Heirat mit dem Haus Ligne aus dem niederländischen Geschlecht der Freiherren von Barbencon. 1549 erfolgte die Erhöhung in den Grafenstand und 1576 in den gefürsteten Grafenstand. Die zum Kurrheinischen Reichskreis gehörige, südwestlich von Bonn gelegene Grafschaft Arenberg wurde 1644 vom Kaiser zum Herzogtum erhoben und 1801 von den Franzosen annektiert. Für diesen Verlust wurde der Herzog von Arenberg im Reichsdeputationshauptschluß 1803 mit säkularisierten erzbischöflich-kölnischen und bischöflich münsterischen Teilgebieten, dem früheren erzbischöflich-kölnischen Vest Recklinghausen und dem vormaligen bischöflich-münsterischen Amt Meppen im Emsland entschädigt. Recklinghausen ging bereits früh wieder verloren, da es 1810 von Frankreich dem Großherzogtum Berg zugeschlagen wurde. Auch das Amt Meppen wurde dem Herzog genommen und dem Königreich Westfalen eingegliedert. Nach dem Wiener Kongress fiel es 1815 an das Königreich Hannover. Der Herzog von Arenberg behielt hier jedoch etliche standesherrliche Rechte. Die herzogliche Verwaltung teilte die Standesherrschaft Arenberg-Meppen in 4 Mediatämter ein: Meppen, Haselünne, Aschendorf und Hümmling. Nach der Einverleibung des Königreichs Hannovers 1866 in den preußischen Staat wurde die arenbergische Standesverwaltung im Emsland 1875 endgültig aufgelöst. Die auch danach weiterbestehende enge Verbindung der herzogliche Familie mit Land und Leuten dieser Region und ihr Mäzenatentum spiegelt sich auch in dem hier angebotenen Münzbecher wieder.
Die in den Silberbecher eingelassenen Münz- und Medaillentypen sind nicht beliebig, sondern vom fürstlichen Auftraggeber mit Bedacht ausgewählt worden. Der Pfennig des Erzbischofs Engelbert bietet einen Verweis auf das Burggrafenamt der Edelherren von Arenberg in Köln und verbindet zugleich den Namen des Münzherren mit dem Namen des Stifters dieses Bechers. Die hochseltene Medaille des Philipp von Arenberg zeigt ein frühes numismatisches Fürstenporträt des Adelsgeschlechts. Das namengebende Emblem der Familie, ein Adler (Aar) oberhalb eines Berges, präsentiert sich dem Betrachter des Bechers auf der höchstseltenen Medaille des Prinzen Alexander. Das gültige Wappen des Hauses Arenberg - drei goldene Mispelblüten auf rotem Grund - zeigt schließlich der silberne Jeton von 1720.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Information for lot 1466 from Auction 92
| Nominal/Year | Silberner Münzbecher 1918, |
|---|---|
| Rarity | gefertigtes Unikat eines namhaften schlesischen Silberproduzenten und |
| Unique quantity | In fürstlicher Auftragsarbeit |