ADOLPH HESS NACHF., Auktion [86] vom 14.-16.10.1901, Frankfurt/Main.
ADOLPH HESS NACHF., Auktion [86] vom 14.-16.10.1901, Frankfurt/Main.
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Description
Vom 14.-16.11.1900 führte die Firma Adolph Hess Nachfolger die erste Auktion mit Dubletten der städtischen Münzsammlung durch. Sie kam zustande, weil die Sammlung des Heinrich Eduard Stiebel (* 1842 in Frankfurt am Main, † 1909 in Bad Homburg), die seitens dieses Versteigerungshauses ursprünglich zur Auktion vorbereitet und bereits in Katalogform vorgelegt worden war, von der Stadt Frankfurt im Jahre 1900 en bloc für 130.000 Goldmark erworben worden war. Die so in ihrem Museumsbestand angefallenen Dubletten wurden ausgesondert und gelangten so auf den Markt.
Nach dem Erwerb der Stitebel'schen Sammlung gelang der Stadt Frankfurt am Main bald darauf auch der Ankauf der Sammlung Frankfurter Münzen und Medaillen des reichbegüterten Frankfurter Kommerzienrats, Bankiers und Kaufmanns Alfred von Neufville (* 1856 in Frankfurt am Main, † 1900 ebendort), Vorstand und Teilhaber des Bankhauses D. & J. de Neufville, königlich-italienischer Generalkonsul und seit 1899 Präsident der Frankfurter Handelskammer. Noch im Jahre 1898 hatte Neufville en bloc die numismatische Kollektion von Eduard Fellner (Mitautor des 1896, 1903 und 1920 erschienenen mehrteiligen Standardwerks "Die Münzen der Stadt Frankfurt am Main", * 1847, † 1925) erstanden und so seine Sammlung zu einer der bedeutendsten auf diesem Gebiete gemacht. Darüber hinaus besaß der Bankier eine Jagd- und Kunstsammlung sowie eine Exlibriskollektion. Diese 2103 Büchereignerzeichen vermachte er 1899/1900 der Frankfurter Stadtbibliothek. Der "Catalog der Doubletten der Alfred von Neufville’schen Frankofurtensien-Sammlung: welche durch letztwillige Verfügung des verewigten Besitzers in das Eigenthum des Städtischen Historischen Museums zu Frankfurt a. M. übergegangen und in dessen Auftrage … zur Versteigerung gelangen" (29 S. 411 Lose) war das Verzeichnis einer von F. A. C. Prestel durchgeführten Auktion, die am 21.10.1902 in Frankfurt stattfand. Gemälde der Kunstsammlung von Alfred de Neufville wurden erst rund ein Vierteljahrhundert nach dessen Tod in Frankfurt versteigert (Rudolf Bangel, Auktion vom 17.2.1925, Frankfurt am Main. Gemälde aus vier Jahrhunderten [XVI. - XIX. Jahrhundert], u. a. aus der Sammlung des Herrn Generalkonsul Otto von Neufville †, Frankfurt a. M. 54 S., zahlreiche Abb., 27 Tfn.).
Der Erwerb der numismatischen Sammlung des Albert von Neufville bot dem städtischen Münzkabinett die Möglichkeit, den eigenen Bestand abermals erheblich zu erweitern, doch ergaben sich naturgemäß auch zahlreiche Dubletten, die seitens der Stadt Frankfurt als Beitrag zur Refinanzierung des hohen Anschaffungspreises über die Firma Adolph Hess versteigert wurden.
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