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Description
Der sogenannte Fund von Malchin erhielt damals seinen Namen, da er bei einem in der Kleinstadt Malchin ansässigen Aufkäufer, Hofgoldschmied Stavenhagen, aufgetaucht war. Erst später konnte geklärt werden, dass sein Finder ihn in Waren (Müritz) entdeckt hatte. Dieser Münzschatz umfasste 4020 Exemplare, durchweg unter Talergröße. Davon erwarb das Königliche Münzkabinett zu Berlin 1468 Stücke, weitere 1127 plazierte Edmund Rappaport, zusammengefasst zu 491 Losen, in seine Auktion.
Abraham Birkenruth (Ó vor Ende 1893) ist in der Reihe der Kasseler Adressbücher erstmals für 1851 nachweisbar, hier mit der Berufsangabe "Musiklehrer", wohnhaft am Carlsplatz (Casselsches Adreßbuch 1851, S. 291). In der Ausgabe von 1853 wird seine Adresse mit der örtlichen Angabe "Carlspl. 59" präzisiert (Ebd., S. 24). Während die Edition für das Folgejahr noch dieselben Informationen liefert, so wird in der Ausgabe für 1855 Abraham Birkenruth eine berufliche Umorientierung indiziert, da er hier nun unter unveränderter Adressangabe als Antiquar und Inhaber der Antiquitäten-Handlung von A. Birkenruth" verzeichnet ist. Eben in diesem Jahr erwähnt ihn sein Zeitgenosse Karl Lyncker als einen "eben so einsichtigen als unermüdlichen Münzsammler und Antiquar" (Geschichte der Stadt Wolfhagen nach urkundlichen und gedruckten Quellen bearbeitet, Kassel 1855, S. 46, Anm.). Im Kassler Adressbuch bleiben die ihn betreffenden Angaben bis einschließlich 1863 unverändert, ehe er dort von 1864-1867 explizit nur als Antiquar firmiert. 1868 hat er in der Stadt mit seinem Geschäft einen Umzug an den Standort Wilhelmnshöherth[or] vollzogen (Adreß-Buch von Kassel und Umgebungen, 34. Jahrgang, 1867, S. 20). Wenngleich der Numismatische Anzeiger 2. Jahrgang, 1869, S. 113 Birkenruth noch in einer Auflistung von Münzenhändlern führt, hatte er sich nach Ausweis des Kasseler Adress-Buches aber bereits 1868 von seinen beruflichen Angegenheiten zurückgezogen und ist von diesem Jahr an bis 1872 als Privatmann in der Wilhemshöheralle 13 zu finden (Dgl., 35. Jahrgang, 1868, S. 20 und zuletzt Dgl. 37. Jahrgang, 1872, S. 22). 1873 wechselte er seinen Wohsitz in den Weinbergsweg 13b (Dgl. 40. Jahrgang, 1873, S. 24), muss daraufhin aber bald verstorben sein, da im Adressbuch für das Jahr 1874 unter dieser Adresse seine Witwe eingetragen ist.
Auf dem Spiegel des Vorderdeckels das Exlibris von Domenico Rossi (hier: ROSSI DOMENICO). Zu Rossi vgl. die biographischen Angaben bei unserer Kat.-Nr. 3009.
Exemplar der Auktion Numismatica Varesi 45, Pavia, 20.4.2005, Nr. 1380.