Auction 442
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Lot 233
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Lot 233
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Lot 233
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BAYERN
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Ludwig I., 1825-1848. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1842,
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BAYERN
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Ludwig I., 1825-1848. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1842,
My notes
Description
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Ludwig I., 1825-1848. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1842, von A. F. König, Werkstatt Loos, auf die Vermählung seines ältesten Sohnes Maximilian mit Maria, Prinzessin von Preußen durch Prokuration am 5. Oktober. Beider Köpfe nebeneinander r.//Borussia im Waffenschmuck geleitet die Braut zu Maximilian, der von Bavaria begleitet wird, zu den Seiten Thronstühle. 42,56 mm; 41,56 g. Marienb. 4277 (dort unter Maximilian II.); Witt. 2838; Mues/Olding 158. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 64+ DPL (8588607-013).
GOLD. Von großer Seltenheit. Prachtexemplar von polierten Stempeln. Herrlicher Prägeglanz, fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 197, MKB 1486). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Im 19. Jahrhundert war insbesondere bei fürstlichen Personen der Abschluss eines Ehevertrags durch Stellvertretung (Prokuration) möglich. Dieser Vermählung, bei der der abwesende Teil durch einen Bevollmächtigten vertreten wurde, folgte regelmäßig eine nochmalige Einsegnung des Paares.
Der älteste Sohn König Ludwigs I. und der Königin Therese wurde am 28. November 1811 in München geboren. Sein Studium in Göttingen und Berlin, ausgedehnte Reisen und Kontakte zu Wissenschaftlern verschiedener Fächer führten dazu, dass Maximilian II. während seiner Regierung u. a. durch Gründung der Historischen Kommission der Akademie der Wissenschaften und durch die Berufung zahlreicher Wissenschaftler die Forschung und die Künste stark förderte. Als Kurprinz heiratete er am 12. Oktober 1842 in München die 17jährige preußische Prinzessin Marie, mit der er eine glückliche Ehe führte und die beiden Söhne und Nachfolger Ludwig und Otto hatte. Die Kronprinzessin hielt sich am liebsten in dem von Maximilian wiederaufgebauten Schloss Hohenschwangau auf und wurde eifrige Bergsteigerin.
Nach der Abdankung seines Vaters 1848 war die Deutsche Frage das wichtigste politische Problem König Maximilians II. Er überließ die Leitung der Außenpolitik weitgehend seinem aus Österreich stammenden Minister Ludwig von der Pfordten, der sich eng an Österreich anlehnte und die Trias-Idee verfocht, die den Zusammenschluss der deutschen Mittelstaaten unter bayerischer Führung als dritte Macht neben Preußen und Österreich vorsah. In der Innenpolitik wurden in der Regierungszeit Maximilians II. bedeutende Reformen wie die Einführung der Ministerverantwortlichkeit, die Trennung von Verwaltung und Justiz, die Einführung von freien Wahlen, Versammlungsfreiheit und Schwurgerichten durchgeführt. Der König, von dem in München heute die von ihm bebaute Maximilianstraße zeugt, starb am 10. März 1864 im Alter von 52 Jahren in München.
GOLD. Von großer Seltenheit. Prachtexemplar von polierten Stempeln. Herrlicher Prägeglanz, fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 197, MKB 1486). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Im 19. Jahrhundert war insbesondere bei fürstlichen Personen der Abschluss eines Ehevertrags durch Stellvertretung (Prokuration) möglich. Dieser Vermählung, bei der der abwesende Teil durch einen Bevollmächtigten vertreten wurde, folgte regelmäßig eine nochmalige Einsegnung des Paares.
Der älteste Sohn König Ludwigs I. und der Königin Therese wurde am 28. November 1811 in München geboren. Sein Studium in Göttingen und Berlin, ausgedehnte Reisen und Kontakte zu Wissenschaftlern verschiedener Fächer führten dazu, dass Maximilian II. während seiner Regierung u. a. durch Gründung der Historischen Kommission der Akademie der Wissenschaften und durch die Berufung zahlreicher Wissenschaftler die Forschung und die Künste stark förderte. Als Kurprinz heiratete er am 12. Oktober 1842 in München die 17jährige preußische Prinzessin Marie, mit der er eine glückliche Ehe führte und die beiden Söhne und Nachfolger Ludwig und Otto hatte. Die Kronprinzessin hielt sich am liebsten in dem von Maximilian wiederaufgebauten Schloss Hohenschwangau auf und wurde eifrige Bergsteigerin.
Nach der Abdankung seines Vaters 1848 war die Deutsche Frage das wichtigste politische Problem König Maximilians II. Er überließ die Leitung der Außenpolitik weitgehend seinem aus Österreich stammenden Minister Ludwig von der Pfordten, der sich eng an Österreich anlehnte und die Trias-Idee verfocht, die den Zusammenschluss der deutschen Mittelstaaten unter bayerischer Führung als dritte Macht neben Preußen und Österreich vorsah. In der Innenpolitik wurden in der Regierungszeit Maximilians II. bedeutende Reformen wie die Einführung der Ministerverantwortlichkeit, die Trennung von Verwaltung und Justiz, die Einführung von freien Wahlen, Versammlungsfreiheit und Schwurgerichten durchgeführt. Der König, von dem in München heute die von ihm bebaute Maximilianstraße zeugt, starb am 10. März 1864 im Alter von 52 Jahren in München.
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Information for lot 233 from Auction 442
| Nominal/Year | Goldmedaille zu 12 Dukaten 1842, |
|---|---|
| Rarity | Von großer Seltenheit. Prachtexemplar von polierten Stempeln. |
| Condition | Herrlicher Prägeglanz, fast Stempelglanz / In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 64+ DPL (8588607-013). |
| Quotes | Marienb. 4277 (dort unter Maximilian II.); Witt. 2838; Mues/Olding 158 |