eLive Auction 92
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Lot 6507
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Lot 6507
20 May 2026
11:00 am
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BAYERN
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Maximilian I., 1598-1651. Kipper-120 Kreuzer (Taler) 1621, München.
20 May 2026
11:00 am
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BAYERN
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Maximilian I., 1598-1651. Kipper-120 Kreuzer (Taler) 1621, München.
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Description
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Maximilian I., 1598-1651. Kipper-120 Kreuzer (Taler) 1621, München. 23,13 g Hahn 78; Slg. Kraaz -.
R Zainende, kl. Schrötlingsfehler, fast vorzüglich Die Kipper- und Wipperinflation von 1618-1623 gehört zu den großen Geldkrisen der Geschichte und damit zu den numismatisch besonders interessanten Perioden. Wegen des Rückgangs der Silberproduktion und wegen der mit Bargeldabflüssen ins Ausland verbundenen passiven Handelsbilanz des Reiches überschritt der Silberpreis bei weitem den Geldwert des ausgeprägten Talers. Ein in der Augsburger Reichsmünzordnung von 1559 mit 68 Kreuzern bewerteter Taler wurde 1622 mit 270 Kreuzern bezahlt. In dieser Situation gingen zunächst betrügerische Münzpächter, später aber auch bedeutende Reichsstände wie Bayern zur Prägung von geringwertigen Münzen über, die zum Teil nur noch 1/8 des vorgesehenen Silberfeingewichts aufwiesen. Im Jahr 1623 gelang es durch Einzug der schlechten und Ausgabe von guten Münzen, die große Krise schlagartig zu beenden. Die Abwicklung der in der Zeit der schlechten Münzen abgeschlossenen Geldgeschäfte (Kredite etc.) zog sich hingegen noch über Jahrzehnte hin.
R Zainende, kl. Schrötlingsfehler, fast vorzüglich Die Kipper- und Wipperinflation von 1618-1623 gehört zu den großen Geldkrisen der Geschichte und damit zu den numismatisch besonders interessanten Perioden. Wegen des Rückgangs der Silberproduktion und wegen der mit Bargeldabflüssen ins Ausland verbundenen passiven Handelsbilanz des Reiches überschritt der Silberpreis bei weitem den Geldwert des ausgeprägten Talers. Ein in der Augsburger Reichsmünzordnung von 1559 mit 68 Kreuzern bewerteter Taler wurde 1622 mit 270 Kreuzern bezahlt. In dieser Situation gingen zunächst betrügerische Münzpächter, später aber auch bedeutende Reichsstände wie Bayern zur Prägung von geringwertigen Münzen über, die zum Teil nur noch 1/8 des vorgesehenen Silberfeingewichts aufwiesen. Im Jahr 1623 gelang es durch Einzug der schlechten und Ausgabe von guten Münzen, die große Krise schlagartig zu beenden. Die Abwicklung der in der Zeit der schlechten Münzen abgeschlossenen Geldgeschäfte (Kredite etc.) zog sich hingegen noch über Jahrzehnte hin.
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Information for lot 6507 from eLive Auction 92
| Nominal/Year | Kipper-120 Kreuzer (Taler) 1621, |
|---|---|
| Mint | München. |
| Rarity | R |
| Weight | 23,13 g |
| Quotes | Hahn 78; Slg. Kraaz - |