Auction 442
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Lot 220
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Lot 220
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Lot 220
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
·
BAYERN
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Maximilian I. (IV.) Joseph, 1799-1806-1825. Goldmedaille zu 18 Dukaten 1824,
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BAYERN
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Maximilian I. (IV.) Joseph, 1799-1806-1825. Goldmedaille zu 18 Dukaten 1824,
My notes
Description
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Maximilian I. (IV.) Joseph, 1799-1806-1825. Goldmedaille zu 18 Dukaten 1824, von J. Lösch, auf sein 25jähriges Regierungsjubiläum. MAXIMILIANO IOSEPHO BAVARIAE REGI Büste r., darunter die Stempelschneidersignatur LOSCH FÜ//PATRI PATRIAE, darunter Triumphbogen, in dessen Feldern die Regierungsdaten notiert sind, oben auf dem Bogen ruhender Löwe l., im Abschnitt: QVINQVE LVSTRIS / PERACTIS. 47,66 mm; 62,66 g. Witt. 2519; Hauser 112. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 65 PL (8588672-006).
GOLD. Von großer Seltenheit und herausragender Erhaltung. Prachtexemplar. Fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 387, MKB 1517). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Die vorliegende Medaille zelebriert das 25-jährige Regierungsjubiläum Maximilians I. (VI.) Joseph im Jahre 1824. Seine Regierungszeit stellte eine Phase einschneidender Veränderungen der bayerischen Geschichte dar.
Maximilian Joseph entstammte dem pfälzischen Zweig des Hauses Wittelsbach, und war als zweitgeborener Sohn Friedrich Michaels, Herzog von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler zunächst nicht für die Thronfolge vorgesehen. Nach dem Tod seines älteren Bruders Karl II. August 1795 erbte er das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und trat 1799, nach dem Tod Kurfürst Karl Theodors von Bayern die Nachfolge im Kurfürstentum Bayern an. Damit begründete er einerseits die Herrschaft der pfälzischen Wittelsbacher in Bayern und führte anderseits die Wiedervereinigung aller Wittelsbacher Fürstentümer herbei. Das Kurfürstentum Pfalz-Bayern bildete damit das drittgrößte Territorium im Reich nach den habsburgischen Gebieten und Preußen.
Innenpolitisch setzte Maximilian Joseph in Zusammenarbeit mit dem neu ernannten „Minister der Auswärtigen Angelegenheiten und des Landesherrlichen Hauses“ Maximilian von Montgelas einschneidende Reformen in Gang. Diese zogen eine Umgestaltung des bayerischen Staatswesens, insbesondere der Fiskalordnung nach sich. Die Reformen schufen die Grundlage für einen modernen bayerischen Staat und führten mit zu der ersten bayerischen Verfassung (Konstitution von 1808). Die im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 festgelegte Mediatisierung kleinerer Territorien, als Kompensation für den Verlust linksrheinischer Territorien, die in Folge der Koalitionskriege an Frankreich abgetreten werden mussten, sowie die bereits 1802 mit der Klosterkommission eingeleitete Säkularisierung kirchlicher Besitzungen in Bayern führten zu einer erheblichen Erweiterung des bayerischen Staatsgebiets.
Durch das 1805 geschlossene Bündnis mit dem napoleonischen Frankreich gelang es Maximilian Josef die Erhebung Bayerns zum Königreich zu erreichen und am 1. Januar als Maximilian I. Josef zum ersten Königs Bayerns proklamiert zu werden. In der Folge trat Bayern formell aus dem Reichsverbund aus und übernahm eine führende Rolle im neugeschaffenen Rheinbund. Wenig später löste sich das Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen mit der Abdankung von Franz II. auf.
In der Nacht auf den 13. Oktober 1825 verstarb Maximilian I. in seinen Räumlichkeiten in Schloss Nymphenburg in München. Von seinen Untertanen soll Maximilian I. Josef aufgrund seiner energischen Regierungs- und Reformtätigkeit die Bezeichnung „der gute Vater Max“ beigegeben worden sein.
GOLD. Von großer Seltenheit und herausragender Erhaltung. Prachtexemplar. Fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 387, MKB 1517). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Die vorliegende Medaille zelebriert das 25-jährige Regierungsjubiläum Maximilians I. (VI.) Joseph im Jahre 1824. Seine Regierungszeit stellte eine Phase einschneidender Veränderungen der bayerischen Geschichte dar.
Maximilian Joseph entstammte dem pfälzischen Zweig des Hauses Wittelsbach, und war als zweitgeborener Sohn Friedrich Michaels, Herzog von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler zunächst nicht für die Thronfolge vorgesehen. Nach dem Tod seines älteren Bruders Karl II. August 1795 erbte er das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und trat 1799, nach dem Tod Kurfürst Karl Theodors von Bayern die Nachfolge im Kurfürstentum Bayern an. Damit begründete er einerseits die Herrschaft der pfälzischen Wittelsbacher in Bayern und führte anderseits die Wiedervereinigung aller Wittelsbacher Fürstentümer herbei. Das Kurfürstentum Pfalz-Bayern bildete damit das drittgrößte Territorium im Reich nach den habsburgischen Gebieten und Preußen.
Innenpolitisch setzte Maximilian Joseph in Zusammenarbeit mit dem neu ernannten „Minister der Auswärtigen Angelegenheiten und des Landesherrlichen Hauses“ Maximilian von Montgelas einschneidende Reformen in Gang. Diese zogen eine Umgestaltung des bayerischen Staatswesens, insbesondere der Fiskalordnung nach sich. Die Reformen schufen die Grundlage für einen modernen bayerischen Staat und führten mit zu der ersten bayerischen Verfassung (Konstitution von 1808). Die im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 festgelegte Mediatisierung kleinerer Territorien, als Kompensation für den Verlust linksrheinischer Territorien, die in Folge der Koalitionskriege an Frankreich abgetreten werden mussten, sowie die bereits 1802 mit der Klosterkommission eingeleitete Säkularisierung kirchlicher Besitzungen in Bayern führten zu einer erheblichen Erweiterung des bayerischen Staatsgebiets.
Durch das 1805 geschlossene Bündnis mit dem napoleonischen Frankreich gelang es Maximilian Josef die Erhebung Bayerns zum Königreich zu erreichen und am 1. Januar als Maximilian I. Josef zum ersten Königs Bayerns proklamiert zu werden. In der Folge trat Bayern formell aus dem Reichsverbund aus und übernahm eine führende Rolle im neugeschaffenen Rheinbund. Wenig später löste sich das Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen mit der Abdankung von Franz II. auf.
In der Nacht auf den 13. Oktober 1825 verstarb Maximilian I. in seinen Räumlichkeiten in Schloss Nymphenburg in München. Von seinen Untertanen soll Maximilian I. Josef aufgrund seiner energischen Regierungs- und Reformtätigkeit die Bezeichnung „der gute Vater Max“ beigegeben worden sein.
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Information for lot 220 from Auction 442
| Nominal/Year | Goldmedaille zu 18 Dukaten 1824, |
|---|---|
| Rarity | Von großer Seltenheit und herausragender Erhaltung. Prachtexemplar. |
| Condition | Fast Stempelglanz / In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 65 PL (8588672-006). |
| Quotes | Witt. 2519; Hauser 112 |