BRANDENBURG, MARKGRAFSCHAFT, SEIT DEM 14. JAHRHUNDERT KURFÜRSTENTUM Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, 1640-1688. Silbermedaille 1673,
BRANDENBURG, MARKGRAFSCHAFT, SEIT DEM 14. JAHRHUNDERT KURFÜRSTENTUM Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, 1640-1688. Silbermedaille 1673,
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RR Hübsche Patina, sehr schön +
Nach dem Kindstod des einjährigen Wilhelm Heinrich am 24. Oktober 1649 hatte der Große Kurfürst große Hoffnungen in seinen zweiten Sohn Karl Emil gesetzt, der jedoch am 7. Dezember 1674 auf einem Feldzug im Elsaß tödlich verwundet wurde. Dem verwachsenen, kleinen, labilen und leicht verletzlichen dritten Sohn Friedrich, geboren am 11.7.1657 in Königsberg, traute der Vater kaum zu, seine erfolgreiche Machtpolitik fortzusetzen. Die zweite Gemahlin Friedrich Wilhelms, Dorothea von Holstein-Glücksburg, versuchte, diese Situation auszunutzen und ihre eigenen Kinder auf Kosten des Stiefsohns mit Teilen Brandenburgs auszustatten. Daraus entstand auch ein schwerer Streit zwischen dem Kurprinzen und seinem Vater, dessen Testament von Friedrich nicht anerkannt wurde. Es gelang dem schwächlichen Friedrich jedoch, bei seinem Regierungsantritt 1688 durch die Abfindung seiner Halbbrüder die Einheit des Kurstaates zu erhalten. Die immer mehr aggressivere und expansive Politik des französischen Königs Ludwig XIV. führte zu einer starken Allianz gegen Frankreich. Dabei engagierte sich Friedrich, außenpolitisch von seinem leitenden Minister und ehemaligen Lehrer Eberhard Christoph von Danckelmann beraten, vor allem auf der Seite des nach der englischen Krone strebenden Wilhelm von Oranien. Während sich Danckelmann neben der Außenpolitik auch um den inneren Landesausbau bemühte (z. B. Gründung der Universität Halle 1694), kümmerte sich der Kurfürst hauptsächlich um Repräsentation und höfische Prunkentfaltung, wodurch Berlin zu einem Zentrum barocker Kultur wurde. Dabei förderte seine zweite Gemahlin Sophie Charlotte von Braunschweig-Lüneburg, die Friedrich am 8. Oktober 1684 geheiratet hatte und ihrem Gemahl an Intelligenz bei weitem überlegen war, das brandenburgische Bildungswesen maßgeblich.
Information for lot 4155 from Auction 228
| Nominal/Year | Silbermedaille 1673, |
|---|---|
| Rarity | RR |
| Quotes | Brockmann 305 |