ERZBISTUM Otto I., Graf von Oldenburg, 1344-1348. Sware Pennig o. J., Bremen.
ERZBISTUM Otto I., Graf von Oldenburg, 1344-1348. Sware Pennig o. J., Bremen.
Estimated price : €5,000
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Description
Von allergrößter Seltenheit. Dezentriert, sehr schön
Erworben bei Bernhard Schulte.
Exemplar der Auktion Dr. Busso Peus Nachf. 337, Frankfurt/Main 1993, Nr. 1149.
Eine Prägetätigkeit von Otto I., der 1344 im bereits deutlich fortgeschrittenen Alter zum Erzbischof von Bremen gewählt wurde, ist zwar urkundlich bezeugt (siehe dazu Jungk, S. 198), Münzen konnten ihm bisher aber nicht sicher zugewiesen werden. Das vorliegende Stück wurde von M. Stadler jedoch als mögliche Prägung des Erzbischofs identifiziert (Die bremischen Swaren Penninge im 14. und 15. Jahrhundert, in: Bremer Beiträge zur Münz- und Geldgeschichte, 55-89). Es gehört zur Gruppe der sogenannten „Sware Pennige“, die ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Westfalen üblich wurden und sich nachfolgend im gesamten norddeutschen Raum ausbreiteten. Die Besonderheit dieser Münzen – auch Dickpfennige genannt – ist der kleine Durchmesser der Schrötlinge, die den Stempel nicht vollständig abbilden können. Die exakte Bestimmung der Prägungen wird hierdurch erschwert. In der Vergangenheit wurde eine Zuweisung der hier vorliegenden Münze nach Minden vorgenommen (Münzstätte Petershagen; siehe Auktion Peus). Die Prägung wurde als Nachahmung der Pfennige des Münsteraner Bischofs Ludwig von Hessen (1310-1357) klassifiziert, als Prägeherr wurde der Mindener Bischof Otto III. (1384-1398) angenommen. Diese Zuweisung wurde jedoch von M. Stadler verworfen und die Verortung nach Bremen scheint aus mehreren Gründen plausibler: Zum einen ist die stilistische Ähnlichkeit mit den nachweislich aus Bremen stammenden Sware Pennigen gegeben, zum anderen fällt die Amtszeit von Otto I. noch nicht in den Zeitraum ab 1369, in dem die Bremer Erzbischöfe ihr Münzrecht gegen Gebühr für 85 Jahre dem Rat der Stadt Bremen überließen. Hinzu kommt die in den Urkunden erwähnte Prägetätigkeit Ottos I. Diese Argumente, die sich durch den Aufsatz von M. Stadler gut nachvollziehen lassen, überzeugten auch P. Ilisch, der dem Autor per mündlicher Mitteilung versicherte, er halte die Zuordnung für wahrscheinlich. Ferner stimmte auch Bernhard Schulte dieser Einordnung zu.
Vermutlich liegt hier also die erste bekannte Prägung von Otto I., Erzbischof von Bremen, vor.
Information for lot 2614 from Auction 444
| Nominal/Year | Sware Pennig o. J., |
|---|---|
| Mint | Bremen. |
| Rarity | Von allergrößter Seltenheit. |
| Weight | 1,35 g |
| Quotes | Cappe 44; Slg. Weweler 32 |