eLive Auction 93
·
Lot 616
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Lot 616
20 Jul 2026
11:00 am
BYZANTINISCHE MÜNZEN
·
BYZANZ
Iustinianus II., 1. Regierung, 685-695. AV-Solidus, 692/695, Constantinopolis, Offizin unleserlich;
20 Jul 2026
11:00 am
BYZANTINISCHE MÜNZEN
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BYZANZ
Iustinianus II., 1. Regierung, 685-695. AV-Solidus, 692/695, Constantinopolis, Offizin unleserlich;
My notes
Description
Iustinianus II., 1. Regierung, 685-695. Ô-Solidus, 692/695, Constantinopolis, Offizin unleserlich; 4,38 g Büste Christi v. v.//Kaiser steht v. v. mit Kreuz auf zwei Stufen und Akakia. DOC 7 oder 8; Sear 1248 oder 1249.
RR Fassungsspuren, Prägeschwächen, sehr schön-vorzüglich
Exemplar der Auktion Elsen 109, Brüssel 2011, Nr. 604, und der Auktion Elsen 163, Brüssel 2025, Nr. 701.
Nachdem Constantinus IV. im Juli oder September des Jahres 685 verstarb, übernahm sein Sohn Justinianus II. als letztes Mitglied der heraclischen Dynastie die Regentschaft. Er setzte das Verständnis des byzantinischen Kaisers als Stellvertreter Christi auf Erden in seiner Münzprägung um. Die ab 692 emittierten Münzen dieses Typus' sind bekannt für die erste Christusdarstellung in diesem Bildmedium. Christus Pantokrator erscheint dabei mit langem Haar und Bart, segnender rechter Hand, dem Evangelienbuch in der Linken und dem Kreuz hinter seinem Haupt. In der Vorderseitenlegende wird er als Rex Regnantium, als König der Könige, benannt. In der Forschung wird diskutiert, ob das Porträt eine Reproduktion des Christusbildnisses aus der Apsis im Chrysotriklinos, dem Zeremoniensaal des Großen Palastes in Konstantinopel, darstellt. Der auf die Münzrückseite gerückte Kaiser wird als Justinianus Ser(vus) Christi, als Diener des himmlischen Herrn, angesprochen. Auch die Herrscherrepräsentation als ganzfigurige Einzeldarstellung im loros ist eine Innovation in der byzantinischen Münzprägung. Das byzantinische Herrscherideal von Gottes Gnaden wurde mit Ausnahme der Zeit des Bilderstreits zum dominierenden Thema in der Münzprägung. Siehe dazu: Breckenrigde, J. D., Christ on the Lyre-Backed Throne, in: Dumbarton Oaks Papers 34/35 (1980/1981), S. 247-260, bes. S. 257; Raeder, J., Die byzantinischen Münzen im Kestner-Museum Hannover, Bd. 4, Hannover 1987, S. 40 f.
RR Fassungsspuren, Prägeschwächen, sehr schön-vorzüglich
Exemplar der Auktion Elsen 109, Brüssel 2011, Nr. 604, und der Auktion Elsen 163, Brüssel 2025, Nr. 701.
Nachdem Constantinus IV. im Juli oder September des Jahres 685 verstarb, übernahm sein Sohn Justinianus II. als letztes Mitglied der heraclischen Dynastie die Regentschaft. Er setzte das Verständnis des byzantinischen Kaisers als Stellvertreter Christi auf Erden in seiner Münzprägung um. Die ab 692 emittierten Münzen dieses Typus' sind bekannt für die erste Christusdarstellung in diesem Bildmedium. Christus Pantokrator erscheint dabei mit langem Haar und Bart, segnender rechter Hand, dem Evangelienbuch in der Linken und dem Kreuz hinter seinem Haupt. In der Vorderseitenlegende wird er als Rex Regnantium, als König der Könige, benannt. In der Forschung wird diskutiert, ob das Porträt eine Reproduktion des Christusbildnisses aus der Apsis im Chrysotriklinos, dem Zeremoniensaal des Großen Palastes in Konstantinopel, darstellt. Der auf die Münzrückseite gerückte Kaiser wird als Justinianus Ser(vus) Christi, als Diener des himmlischen Herrn, angesprochen. Auch die Herrscherrepräsentation als ganzfigurige Einzeldarstellung im loros ist eine Innovation in der byzantinischen Münzprägung. Das byzantinische Herrscherideal von Gottes Gnaden wurde mit Ausnahme der Zeit des Bilderstreits zum dominierenden Thema in der Münzprägung. Siehe dazu: Breckenrigde, J. D., Christ on the Lyre-Backed Throne, in: Dumbarton Oaks Papers 34/35 (1980/1981), S. 247-260, bes. S. 257; Raeder, J., Die byzantinischen Münzen im Kestner-Museum Hannover, Bd. 4, Hannover 1987, S. 40 f.
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Information for lot 616 from eLive Auction 93
| Nominal/Year | AV-Solidus, 692/695, |
|---|---|
| Mint | Constantinopolis, Offizin unleserlich; |
| Rarity | RR |
| Weight | 4,38 g |
| Quotes | DOC 7 oder 8; Sear 1248 oder 1249 |