Spring Auction Sale 438
·
Lot 898
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17 Mar 2026
9:00 am
BYZANTINISCHE MÜNZEN
·
BYZANZ
Iustinus I., 518-527. AV-Solidus, 518/519, Constantinopolis, 2. Offizin;
Sold
17 Mar 2026
9:00 am
BYZANTINISCHE MÜNZEN
·
BYZANZ
Iustinus I., 518-527. AV-Solidus, 518/519, Constantinopolis, 2. Offizin;
My notes
Description
Iustinus I., 518-527. Ô-Solidus, 518/519, Constantinopolis, 2. Offizin; 4,49 g Gepanzerte Büste v. v. mit Helm, Schild und Speer//Victoria steht l. mit Christogrammstab, davor Stern. DOC 1 a; Sear 55.
Kabinettstück. Prachtexemplar. Äußerst attraktives Exemplar, Stempelglanz
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 216, Osnabrück 2012, Nr. 1442.
Die weibliche Victoria stellte nur in den Jahren 518 und 519 das Reversmotiv der Münzen Iustins dar. Nachdem am 28. März 519 das religiöse Schisma zwischen den Kirchen Roms und Konstantinopels überwunden worden war, löste der stehende, männliche Engel die Victoria ab (Sear 1987, S. 44). Aufgrund dieser herausragenden Leistung sollen Kaiser Justin und seine Frau in der Hagia Sophia vom Volk mit Wünschen zu einer langen Regentschaft akklamiert worden sein (Πολλὰ τὰ ἔτη τοῦ πατριάρχου, πολλὰ τὰ ἔτη τοῦ βασιλέως, πολλὰ τὰ ἔτη τῆς αὐγούστας). Bei der kurz zuvor abgehaltenen Synode von Konstantinopel im Jahr 518 waren unter anderem die Beschlüsse des Chalcedonischen Konzils von 451 bestätigt worden. Die lange Zeit hart umstrittene Frage nach dem Verhältnis zwischen göttlichem und menschlichem Wesen Jesus wurde zugunsten der Zwei-Naturen-Lehre entschieden. Das Konzil von Chalcedon hatte zur Abspaltung der nestorianischen und der sogenannten orientalisch-orthodoxen Kirche von der römischen Reichskirche entscheidend beigetragen. Croke, B., Justinian under Justin. Reconfiguring a Reign, in: Byzantinische Zeitschaft 100 (2007), S. 13–56; Forness, P. M., Representing Lay Involvement in the Christological Controversies: The Acclamations of the People and the Synod of Constantinople, in: Brandes, W. u. a. (Hgg.), Konzilien und kanonisches Recht in Spätantike und frühem Mittelalter, Berlin 2020, S. 57-80.
Kabinettstück. Prachtexemplar. Äußerst attraktives Exemplar, Stempelglanz
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 216, Osnabrück 2012, Nr. 1442.
Die weibliche Victoria stellte nur in den Jahren 518 und 519 das Reversmotiv der Münzen Iustins dar. Nachdem am 28. März 519 das religiöse Schisma zwischen den Kirchen Roms und Konstantinopels überwunden worden war, löste der stehende, männliche Engel die Victoria ab (Sear 1987, S. 44). Aufgrund dieser herausragenden Leistung sollen Kaiser Justin und seine Frau in der Hagia Sophia vom Volk mit Wünschen zu einer langen Regentschaft akklamiert worden sein (Πολλὰ τὰ ἔτη τοῦ πατριάρχου, πολλὰ τὰ ἔτη τοῦ βασιλέως, πολλὰ τὰ ἔτη τῆς αὐγούστας). Bei der kurz zuvor abgehaltenen Synode von Konstantinopel im Jahr 518 waren unter anderem die Beschlüsse des Chalcedonischen Konzils von 451 bestätigt worden. Die lange Zeit hart umstrittene Frage nach dem Verhältnis zwischen göttlichem und menschlichem Wesen Jesus wurde zugunsten der Zwei-Naturen-Lehre entschieden. Das Konzil von Chalcedon hatte zur Abspaltung der nestorianischen und der sogenannten orientalisch-orthodoxen Kirche von der römischen Reichskirche entscheidend beigetragen. Croke, B., Justinian under Justin. Reconfiguring a Reign, in: Byzantinische Zeitschaft 100 (2007), S. 13–56; Forness, P. M., Representing Lay Involvement in the Christological Controversies: The Acclamations of the People and the Synod of Constantinople, in: Brandes, W. u. a. (Hgg.), Konzilien und kanonisches Recht in Spätantike und frühem Mittelalter, Berlin 2020, S. 57-80.
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Information for lot 898 from Spring Auction Sale 438
| Nominal/Year | AV-Solidus, 518/519, |
|---|---|
| Mint | Constantinopolis, 2. Offizin; |
| Rarity | Kabinettstück. Prachtexemplar. |
| Weight | 4,49 g |
| Quotes | DOC 1 a; Sear 55 |