KÖNIGREICH Frederik III., 1648-1670. Krone 1659, Kopenhagen,
KÖNIGREICH Frederik III., 1648-1670. Krone 1659, Kopenhagen,
Estimated price : €750
Hammer price
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Description
Attraktives Exemplar mit feiner Patina, sehr schön + Das Vorderseitenmotiv der vorliegenden und der folgenden Münze läßt sich als emblematische Darstellung deuten. Der dänische Erfolg wird in diesem Zusammenhang gleichgesetzt mit dem Sieg, den das Volk Israel über die Philister bei Mizpa in Palästina dank Gottes Hilfe errungen hatte (1. Buch Samuel, Kapitel 7, Vers 7ff.). Nach dem Sieg setzte der israelitische Prophet Samuel als Siegeszeichen und Grenzmarke einen heiligen Stein, den er Ebenezer nannte (1. Buch Samuel, Kapitel 7, Vers 12). Im Rückseitenmotiv wird die Zurückweisung des Angriffs des Schwedenkönigs mit göttlichem Beistand verknüpft und bildhaft umgesetzt.
Am 1. Juni 1657 erklärte Frederik III. von Dänemark dem Königreich Schweden den Krieg. Sein Kontrahent, König Karl X. Gustav von Schweden, stand zu diesem Zeitpunkt in militärischen Auseinandersetzungen mit dem Ostseeanrainer und Konkurrenten Polen, so dass der Däne nun die Chance gekommen sah, die Vormachtstellung Schwedens im Ostseeraum zu begrenzen und zugleich die in den vorangegangenen Kriegen erlittenen dänischen Gebietsverluste wieder wettzumachen. Doch Schweden reagierte schnell auf diese Bedrohung und zog alle seine Truppen vom südöstlichen Kriegsschauplatz ab, um seine militärische Schlagkraft ganz gegen Dänemark einsetzen zu können. Zu Anfang des Krieges drangen die Dänen in das Herzogtum Bremen und Verden ein, mussten sich von dort aber wieder zurückziehen, nachdem am 20. Juli 1657 schwedische Truppen nach Holstein einmarschiert waren. Bis zum August hatte sich Karl X. Gustav die militärische Kontrolle der jütischen Halbinsel bis zum Limfjord verschafft, doch blockierte die dänische Flotte den Übergang über den Belt und hinderte so den schwedischen Feind, sich der Hauptstadt Kopenhagen weiter anzunähern. Doch der Schwedenkönig nutzte den darauf folgenden harten Winter. Mit einer 7000 Mann starken Streitmacht überquerte er vom 29. Januar bis 13. Februar 1658 die zugefrorene Ostsee und stieß zunächst über den Kleinen Belt bis zur Insel Fünen vor, wo er in einem Überraschungsangriff die Stadt Nyborg nahm. Anschließend rückte er über den zugefrorenen Großen Belt hinweg nach Seeland vor und stand nun vor der dänischen Hauptstadt. Der hart bedrängte Dänenkönig sah sich so zum Friedensschluss gezwungen. In dem am 26. Februar 1658 geschlossenen Vertrag von Roskilde trat Dänemark seine angestammten Besitzungen östlich des Öresunds und die Insel Bornholm an den schwedischen Gegner ab. Aber schon im August 1658 griffen die Schweden abermals Seeland an und umschlossen Kopenhagen von der Land- und der Seeseite. Die dänische Hauptstadt konnte sich indes behaupten, zumal Nachschub und Beistand durch eine niederländische Flotte eintraf. Nach einer siebenmonatigen Belagerung scheiterte am 10. Februar 1659 der entscheidende Sturm der Angreifer auf die Stadt. Die Schweden zogen daraufhin ab, setzten den Krieg gegen Dänemark jedoch fort. Erst am 27. Mai 1660 kam zu Kopenhagen ein Friedenschluss der Kontrahenten unter Vermittlung von Frankreich, England und den Niederlanden zustande. Dänemark erhielt von Schweden die Insel Bornholm und norwegische Gebietsteile zurück.
Noch im Jahre 1659 ließ König Frederik III. in Kopenhagen eine Serie von silbernen zweifachen und einfachen Kronenstücken sowie von Mehrfachdukaten prägen, mit denen die standhafte Verteidigung der dänischen Hauptstadt eine umfassende propagandistische Verbreitung finden sollte.
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Information for lot 4040 from Auction 116
| Nominal/Year | Krone 1659, |
|---|---|
| Mint | Kopenhagen, |
| Quotes | Brause-Mansfeld vgl. Tf. 29, 1; Dav. 3578 var.; Hede 98; Maillet vgl. Tf. XXVII, 1 |