BADEN, MARKGRAFSCHAFT (BIS 1803), KURFÜRSTENTUM (1803-1806) UND GROSSHERZOGTUM (1806-1918)
BADEN, MARKGRAFSCHAFT (BIS 1803), KURFÜRSTENTUM (1803-1806) UND GROSSHERZOGTUM (1806-1918)
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Description
II Anläßlich des 25. Jahrestages des Ausmarsches der badischen Landwehr gegen Frankreich (im Jahre 1814) fand am 1. Februar 1839 in Offenburg ein großes Fest statt, in dessen Verlauf die Allerhöchste Entschließung Großherzog Leopolds (1790-1852) über die Stiftung der Felddienst-Auszeichnung vom 27. Januar 1839 verkündet und die ersten Verleihungen vorgenommen wurde. Gemäß § 3 der Vorschriften über die Felddienst-Auszeichnung erlangte jeder darauf Anspruch, der bisher in dem Großherzoglichen Armee-Corps, in der Linie oder der Landwehr gut gedient und einem Feldzug tadellos beigewohnt, oder ein früheres Vergehen, durch später vorzügliche Dienstleistung wieder gemacht hat. Die Medaillen wurden mit Bandspangen, Metallschleife genannt, verliehen, auf denen die Jahreszahl(en) der entsprechenden Feldzüge angebracht waren. So gab es Bandspangen mit den Jahreszahlen 1805., 1806., 1806-1807., 1807., 1809., 1809-1810., 1812., 1808-1813., 1813., 1814., 1814-1815., 1815.. Für die militärischen Auseindersetzungen der Jahre 1848/1849 wurde die Felddienst-Auszeichnung erneuert und mit entsprechenden Bandspangen verliehen. Für die Teilnehmer an den Gefechten bei Kandern, Güntersthal, Freiburg und Staufen im Jahre 1848 wurde das Ehrenzeichen als besondere Auszeichnung mit rückseitig graviertem Gefechtsort und am Band der Militärischen Karl Friedrich-Verdienstmedaille verliehen. Auch für die Kriege von 1866 und 1870/1871 wurde die Felddienst-Auszeichnung jeweils erneuert und mit entsprechenden Bandspangen verliehen. Gemäß Allerhöchstem Befehl Großherzog Friedrich I. (1826-1907) vom 1. April 1871 wurde die Felddienst-Auszeichnung erneuert und . . . sämtlichen Offizieren, Kriegsbeamten und Mannschaften, . . . , welche in den Feldzügen 1870 und 1871 an einem Gefecht oder einer Belagerung Theil genommen haben oder zu kriegerischen Zwecken den Rhein überschritten haben, . . . verliehen. Aufgrund des Endes der Monarchie im November 1918 kam es nicht mehr zu einer Erneuerung des Felddienst-Ehrenzeichens für den Ersten Weltkrieg, so daß das Ehrenzeichen 1871 zuletzt verliehen worden ist (vgl.: Volle in VL1 S.152ff).
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