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Persönlicher Geschenkbecher König Wilhelms II. von Württemberg zur Goldenen Hochzeit (1909). Anfertigung des königlichen Hofjuweliers Eduard Foehr in Stuttgart aus dem Jahre 1909, 101 mm hoch, Durchmesser Fuß 63,0 mm, Durchm

DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN
WÜRTTEMBERG, HERZOGTUM (BIS 1803), KURFÜRSTENTUM (1803-1806) UND KÖNIGREICH (1806-1918) WÜRTTEMBERG

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Lot number 79






Estimated price: 750.00 €
Hammer-price / sale price: 1,000.00 €


Persönlicher Geschenkbecher König Wilhelms II. von Württemberg zur Goldenen Hochzeit (1909). Anfertigung des königlichen Hofjuweliers Eduard Foehr in Stuttgart aus dem Jahre 1909, 101 mm hoch, Durchmesser Fuß 63,0 mm, Durchmesser Rand 82,8 mm, 800/000 Silber, 195,4 g, Oberfläche tlw. in Schlangenhaut-Muster bearbeitet, am oberen Rand graviert "WILHELM II. VON WÜRTTEMBERG" und in Wappenkartusche "Bernhard Barth / Aufsichtslehrer a. D. / Maria Anna Barth / geb. Mauser / in / Ochsenhausen / zur Goldenen Hochzeit / am 17. Mai / 1909" der Außenboden Silber vergoldet, berieben, punziert "FOEHR 800 / 'Mond Krone' / STUTTGART".


II

Bedeutendes persönliches Geschenk des letzten, im Volk sehr beliebten württembergischen Monarchen.

Imposanter Becher im Historismus-Stil der barocken Augsburger und Nürnberger Schlangenhautbecher der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die an Schlangenhaut erinnernde Oberflächenbearbeitung - daher der Name - erfolgte mittels unzähliger von Hand ausgeführter Einschläge mit einer Kreispunze, im Barock wie auch im Historismus.

Der Becher scheint in seiner Gestaltung als Geschenkbecher zur Goldenen Hochzeit ein Unikat zu sein, denn trotz intensiver Forschungen hat sich kein ähnliches Exemplar nachweisen lassen. Die besondere und auch damals sicher teure Gestaltung weist darauf hin, daß es sich hierbei um wesentlich mehr als eine der damals üblichen Gaben der Souveräne zur Goldenen Hochzeit (meist in Form einer Silbermedaille) handeln muß. Deshalb ist durchaus anzunehmen daß der als überaus leutselig bekannte König Wilhelm II. (1848-1921, reg. von 1891 bis 1918) eine tiefere Beziehung zu dem Aufsichtslehrer a. D. Bernhard Barth aus dem oberschwäbischen Ochsenhausen gepflegt haben dürfte, wofür jedoch auch trotz intensiver Nachforschungen keinerlei Hinweise gefunden werden konnten, weder zu einem Bezug Wilhelms II. zur Stadt Ochsenhausen noch zur Person des Bernhard Barth. Allerdings sind württembergische "Königsgeschenke" im Vergleich zu preußischen oder bayerischen sehr selten, und bei weitem nicht so häufig auf dem Markt zu finden.