(DRITTE BIS FÜNFTE) FRANZÖSISCHE REPUBLIK (SEIT 1870) - KOLONIALE AUSZEICHNUNGEN
(DRITTE BIS FÜNFTE) FRANZÖSISCHE REPUBLIK (SEIT 1870) - KOLONIALE AUSZEICHNUNGEN
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Nachdem das Königreich 1863 ein französisches Protektorat geworden war, stiftete König Norodom I. (1834-1904) am 8. Februar 1864 den fünfklassigen (Großkreuz, Großoffizier, Kommandeur, Offizier und Ritter) allgemeinen Verdienstorden, dessen Statuten am 1. Januar 1865 veröffentlicht wurden (1. Modell). Zu einem unbekannten späteren Zeitpunkt (vor 1896) wurden die Ordens-Dekorationen von einer westlich gestalteten Krone überhöht (2. Modell).
Mit Dekret vom 10. und 23. Mai 1896 übertrug der französische Staatspräsident Felix Faure (1841-1899) die Verwaltung des Ordens, nunmehr ohne die Bezeichnung "royal", an die Großkanzlei der Ehrenlegion in Paris, wodurch er ein französischer Kolonialorden wurde. Weitere Festlegungen erfolgten durch ein präsidiales Dekret vom 12. Januar 1897. Mit Dekret vom 5. Dezember 1899 wurde für die durch den französischen Staatspräsidenten ausgesprochenen Verleihungen ein neues Ordensband (weiß mit orangenen Seitenstreifen) eingeführt, das als "metropolitanes" Band bezeichnet wurde (2. Modell, (2.) "metropolitane" Ausführung). Die durch den König von Kambodscha ausgesprochenen Verleihungen wurden weiterhin am bisherigen roten Band mit grünen Seitenstreifen verliehen (2. Modell, (1.) "königliche" Ausführung).
Mit Dekret vom 25. August 1948 wurde unter König Norodom Sihanouk (geb. 1922) die Verwaltung wieder nach Kambodscha zurückübertragen, der Orden somit wieder ein rein kambodschanischer Orden. Die Regierung des Demokratischen Kambodscha schaffte den Orden 1975 ab. In Folge der Rückkehr Norodom Sihanouks nach Kambodscha als König wurde der Orden mit königlichem Dekret Nr. 1095/01 vom 5. Oktober 1995 wieder errichtet, wobei die Insignien nunmehr von der kambodschanischen Königskrone überhöht sind (3. Modell).