Ludwig der Fromme, 814-840. Denar, Dorestad.
Ludwig der Fromme, 814-840. Denar, Dorestad.
Estimated price : €2,500
Hammer price
My notes
Description
Von größter Seltenheit. Wahrscheinlich unpublizierte Variante. Kl. Randabbrüche, min. korrodiert, vorzüglich Dorestad gehört zu den drei Münzstätten (Arles, Dorestad und Quentovic), die bereits unter Karl dem Großen (768-814) Porträtdenare prägten. Während die Vorderseiten der wohl zwischen 814 und 818 geprägten Porträtmünzen Ludwigs des Frommen das Bildnis des Herrschers in Paludamentum (Feldherrenmantel) und mit Lorbeerkranz zeigen, nennen die Rückseiten den Prägeort und geben den "Status" der Münzstätte symbolhaft im Bild an. Im Falle der civitates Arles, Orléans, Pavia, Sens, Straßburg, Toulouse und Treviso ist dies ein Stadttor, wohingegen die Bergwerksstadt Melle durch ein Prägestempelpaar gekennzeichnet ist und die Hafenorte Quentovic und Dorestad sich durch eine Schiffsdarstellung zu erkennen geben. Insgesamt waren wohl 12 Münzstätten an dieser Porträtemission beteiligt. Bei der vorliegenden - höchstwahrscheinlich unpublizierten - Variante sind rechts neben dem Mast noch vier Kugeln zu erkennen. Bei den anonymen Christiana-Religio-Pfennigen bringt S. Coupland das Symbol von drei Kugeln unter dem Kirchengebäude der Rückseite mit der Münzstätte Quentovic in Verbindung (Coupland, S.: Money and coinage under Louis the Pious, in: Francia 17/1, Sigmaringen 1990, S. 40-41 und Tf. II / Gruppe A: Quentovic).
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Information for lot 2103 from Auction 217
| Nominal/Year | Denar, |
|---|---|
| Mint | Dorestad. |
| Rarity | Von größter Seltenheit. Wahrscheinlich unpublizierte Variante. |
| Quotes | M./G. 330 var; Depeyrot 413 var. |