Spring Auction Sale 438
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Lot 14
Spring Auction Sale 438
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Lot 14
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Lot 14
16 Mar 2026
9:00 am
KELTISCHE MÜNZEN
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GALLIA
ANONYM. AV-Stater (Philippeier), Typ "Pons Sainte-Eanne", frühes 2. Jahrhundert v. Chr.;
Sold
16 Mar 2026
9:00 am
KELTISCHE MÜNZEN
·
GALLIA
ANONYM. AV-Stater (Philippeier), Typ "Pons Sainte-Eanne", frühes 2. Jahrhundert v. Chr.;
My notes
Description
ANONYM. Ô-Stater (Philippeier), Typ "Pons Sainte-Eanne", frühes 2. Jahrhundert v. Chr.; 8,50 g Apollokopf r. mit Lorbeerkranz//Biga r., unten Dreizack. Delestrée/Tache 3611 (Revers stempelgleich); Sills S. 408, Nr. 01.1185 (dies Exemplar).
R Winz. Kratzer, Revers min. dezentriert, fast vorzüglich
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Exemplar der Auktion Leu Numismatik AG 79, Zürich 2000, Nr. 40.
Die Münzen vom Typ Pons Sainte-Eanne mit dem Dreizack als Beizeichen wurden bisher vorwiegend in Südwestfrankreich gefunden. Bei späteren Exemplaren weist der Apollonkopf auf dem Avers ein deutlich abstrakteres Aussehen mit vulominöseren Gesichtszügen auf (Ziegaus, B., Kelten Geld, München 2010, S. 70). Unser Stück ähnelt hingegen noch wesentlich deutlicher dem Ursprungstypus des Makedonenkönigs Philipp II. Auch bei dem Dreizack handelt es sich um ein bereits auf den Prototypen vertretenes charakteristisches Beizeichen und die Ursprungslegende im Abschnitt ist deutlich lesbar. Im Kontrast zu vielen Imitationen makedonischer Prägungen weist der Typus Pons Sainte-Eanne noch eine detaillierte Haartracht auf, die nicht auf wenige schematische Locken reduziert ist. Die Pferde der Biga auf dem Revers sind hingegen bereits deutlich vereinfacht dargestellt. Die Kelten hatten besonders als Gaesati, als Speerträger, auch im Heer von Philipp II. und Alexander III. gedient. Sie wurden mit deren Stateren entlohnt, die wiederum als Vorlage für ihre eigenen Gepräge dienten. Die Ikonografie eignete sich allerdings auch für die Repräsentation der lokalen Eliten: Das Pferd galt auch in Gallien als Insignie der Nobilität. Habicht, M. E., Keltische Imitationen des Philippstaters. Beobachtungen zur Geldwirtschaft der Kelten: https://www.academia.edu/81955761/Keltische_Imitationen_des_Philipstaters_2005_ (zuletzt aufgerufen am 1. Dezember 2025).
R Winz. Kratzer, Revers min. dezentriert, fast vorzüglich
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Exemplar der Auktion Leu Numismatik AG 79, Zürich 2000, Nr. 40.
Die Münzen vom Typ Pons Sainte-Eanne mit dem Dreizack als Beizeichen wurden bisher vorwiegend in Südwestfrankreich gefunden. Bei späteren Exemplaren weist der Apollonkopf auf dem Avers ein deutlich abstrakteres Aussehen mit vulominöseren Gesichtszügen auf (Ziegaus, B., Kelten Geld, München 2010, S. 70). Unser Stück ähnelt hingegen noch wesentlich deutlicher dem Ursprungstypus des Makedonenkönigs Philipp II. Auch bei dem Dreizack handelt es sich um ein bereits auf den Prototypen vertretenes charakteristisches Beizeichen und die Ursprungslegende im Abschnitt ist deutlich lesbar. Im Kontrast zu vielen Imitationen makedonischer Prägungen weist der Typus Pons Sainte-Eanne noch eine detaillierte Haartracht auf, die nicht auf wenige schematische Locken reduziert ist. Die Pferde der Biga auf dem Revers sind hingegen bereits deutlich vereinfacht dargestellt. Die Kelten hatten besonders als Gaesati, als Speerträger, auch im Heer von Philipp II. und Alexander III. gedient. Sie wurden mit deren Stateren entlohnt, die wiederum als Vorlage für ihre eigenen Gepräge dienten. Die Ikonografie eignete sich allerdings auch für die Repräsentation der lokalen Eliten: Das Pferd galt auch in Gallien als Insignie der Nobilität. Habicht, M. E., Keltische Imitationen des Philippstaters. Beobachtungen zur Geldwirtschaft der Kelten: https://www.academia.edu/81955761/Keltische_Imitationen_des_Philipstaters_2005_ (zuletzt aufgerufen am 1. Dezember 2025).
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Information for lot 14 from Spring Auction Sale 438
| Nominal/Year | AV-Stater (Philippeier), Typ "Pons Sainte-Eanne", frühes 2. Jahrhundert v. Chr.; |
|---|---|
| Rarity | R |
| Weight | 8,50 g |
| Quotes | Delestrée/Tache 3611 (Revers stempelgleich); Sills S. 408, Nr. 01.1185 (dies Exemplar) |