Spring Auction Sale 438
·
Lot 29
Spring Auction Sale 438
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Lot 29
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Lot 29
16 Mar 2026
9:00 am
KELTISCHE MÜNZEN
·
GALLIA
ARVERNI. Vercingetorix, 52 v. Chr. AV-Stater;
Sold
16 Mar 2026
9:00 am
KELTISCHE MÜNZEN
·
GALLIA
ARVERNI. Vercingetorix, 52 v. Chr. AV-Stater;
My notes
Description
ARVERNI. Vercingetorix, 52 v. Chr. Ô-Stater; 7,42 g VE[RCI - NGETORIXS] Jünglingskopf l.//Pferd r., darüber Mondsichel, unten Amphore. Delestrée/Tache 3601; Colbert de Beaulieu/Lefèvre D 3/R 3; Nieto-Pelletier 154.
Von großer Seltenheit. Prägeschwächen, sonst gutes sehr schön
Exemplar der Auktion CGB e-Monnaies 2, Paris 2015, Nr. 110; zuvor erworben Ende der 1970er auf der Münzmesse Bressuire.
58 v. Chr. hatte Gaius Julius Caesar den Gallischen Krieg vom Zaun gebrochen. 52 v. Chr. erwuchs ihm mit dem Arvernerfürsten Vercingetorix ein neuer, gefährlicher Gegner, der aufständische gallische Stämme vereinigte. Nach einer Niederlage bei Avaricum gelang es Vercingetorix, die Römer bei Gergovia zu schlagen. Doch die folgende Schlacht am Armancon konnte Caesar für sich entscheiden; der geschlagene Vercingetorix zog sich nach Alesia zurück. Caesar schloß die Stadt ein und machte durch umfangreiche Belagerungsanlagen einen Ausbruch unmöglich. Durch die Ankunft eines ca. 50.000 Mann starken gallischen Entsatzheeres geriet das römische Heer in die zahlenmäßige Unterlegenheit und errichtete einen gegen das Entsatzheer gerichteten äußeren Verteidigungsring und war somit selbst eingekesselt. Als im belagerten Alesia die Lebensmittel zur Neige gingen, zwang Vercingetorix alle Kampfunfähigen - Alte, Frauen, Kinder - aus der Stadt. Caesar ließ die Zivilisten nicht passieren, die zwischen den Mauern Alesias und Caesars Belagerungsanlagen qualvoll verhungerten. Schließlich griffen sowohl das gallische Entsatzheer als auch die Belagerten unter Vercingetorix die Römer an, doch diesen gelang es die Zweifrontenschlacht zu gewinnen. Vercingetorix kapitulierte und wurde 46 v. Chr. in Rom hingerichtet.
Der Name des tragischen gallischen Helden unter dem Kopf auf dem Avers des schönen Staters verleitete u. a. de Saulcy dazu, hier ein Porträt des Vercingetorix zu erkennen, doch sind die konkreten Argumente nicht haltbar, siehe Colbert de Beaulieu/Lefèvre S. 18. Teilweise wird der Kopf als Apollokopf bezeichnet; aber die Enscheidung von Louis-Pol Delestrée und Marcel Tache, schlicht von einem Jünglingskopf zu sprechen und somit die Frage offenzulassen, ist vermutlich durchaus weise.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Von großer Seltenheit. Prägeschwächen, sonst gutes sehr schön
Exemplar der Auktion CGB e-Monnaies 2, Paris 2015, Nr. 110; zuvor erworben Ende der 1970er auf der Münzmesse Bressuire.
58 v. Chr. hatte Gaius Julius Caesar den Gallischen Krieg vom Zaun gebrochen. 52 v. Chr. erwuchs ihm mit dem Arvernerfürsten Vercingetorix ein neuer, gefährlicher Gegner, der aufständische gallische Stämme vereinigte. Nach einer Niederlage bei Avaricum gelang es Vercingetorix, die Römer bei Gergovia zu schlagen. Doch die folgende Schlacht am Armancon konnte Caesar für sich entscheiden; der geschlagene Vercingetorix zog sich nach Alesia zurück. Caesar schloß die Stadt ein und machte durch umfangreiche Belagerungsanlagen einen Ausbruch unmöglich. Durch die Ankunft eines ca. 50.000 Mann starken gallischen Entsatzheeres geriet das römische Heer in die zahlenmäßige Unterlegenheit und errichtete einen gegen das Entsatzheer gerichteten äußeren Verteidigungsring und war somit selbst eingekesselt. Als im belagerten Alesia die Lebensmittel zur Neige gingen, zwang Vercingetorix alle Kampfunfähigen - Alte, Frauen, Kinder - aus der Stadt. Caesar ließ die Zivilisten nicht passieren, die zwischen den Mauern Alesias und Caesars Belagerungsanlagen qualvoll verhungerten. Schließlich griffen sowohl das gallische Entsatzheer als auch die Belagerten unter Vercingetorix die Römer an, doch diesen gelang es die Zweifrontenschlacht zu gewinnen. Vercingetorix kapitulierte und wurde 46 v. Chr. in Rom hingerichtet.
Der Name des tragischen gallischen Helden unter dem Kopf auf dem Avers des schönen Staters verleitete u. a. de Saulcy dazu, hier ein Porträt des Vercingetorix zu erkennen, doch sind die konkreten Argumente nicht haltbar, siehe Colbert de Beaulieu/Lefèvre S. 18. Teilweise wird der Kopf als Apollokopf bezeichnet; aber die Enscheidung von Louis-Pol Delestrée und Marcel Tache, schlicht von einem Jünglingskopf zu sprechen und somit die Frage offenzulassen, ist vermutlich durchaus weise.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
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Information for lot 29 from Spring Auction Sale 438
| Nominal/Year | AV-Stater; |
|---|---|
| Rarity | Von großer Seltenheit. |
| Weight | 7,42 g |
| Quotes | Delestrée/Tache 3601; Colbert de Beaulieu/Lefèvre D 3/R 3; Nieto-Pelletier 154 |