Tragbares Bronze-Lotsenzeichen des 19. Jahrhunderts,
Tragbares Bronze-Lotsenzeichen des 19. Jahrhunderts,
Estimated price : €200
Hammer price
My notes
Description
Sehr schön Durch die rapide Zunahme des überseeischen Handels erlangten Elbe und Weser als Schiffahrtsstraßen sowohl wirtschaftlich als auch strategisch eine immer größere Bedeutung, und somit auch der Beruf des Lotsen: Fremde Schiffe konnten ohne die Hilfe eines Fahrwasser-Kundigen nicht einlaufen. Dies führte in der Mitte des 17. Jahrhunderts zu den ersten staatlichen Reglementierungen der Lotsentätigkeit in Norddeutschland, die bislang als freies Gewerbe galt und auf eigene Faust betrieben wurde. Die Lotsen erhielten die vorliegenden Plaketten als "Amtszeichen"; ein mitzuführender Berechtigungsnachweis zur Ausübung des Lotsenberufes. Die vorliegenden Helgoländer Zeichen wurden auf der roten Felseninsel "teken" oder "Loátjen", oder auch "Lotsenpfennige" genannt. Die Helgoländer Lotsenzeichen sind um 1766 unter dänischer Oberhoheit eingeführt worden. Sie hatten eine ovale Form mit zwei Rundösen. Um ein Lotsenzeichen zu erhalten, mußte jeder Helgoländer das Examen für Elblotsen ablegen. Alle Lotsenzeichen wurden mit einer eingravierten, später eingeschlagenen Registernummer versehen, unter der der jeweilige Träger in der Lotsenstammrolle eingetragen war. Der Lotsenpfennig vertrat also die Stelle des Zeugnisses und des Patentes. Dieser Befähigungsnachweis des Helgoländer Lotsenwesens bezog sich ausschließlich auf das Elbegebiet sowie die Flußmündungen und Häfen der Westküste Schleswig-Holsteins. Für Helgoländer Weserlotsen dagegen wurde ein vom Landvogt unterschriebenes Patent ausgestellt. Zu den größten Seltenheiten zählen heute die Lotsenzeichen der ersten beiden Herrschaftsperioden Helgolands, d. h. die dänische Zeit 1766 - 1807 sowie die erste englische Periode unter Georg III., aus der das vorliegende Stück stammt.
Information for lot 654 from Auction 232
| Nominal/Year | Tragbares Bronze-Lotsenzeichen des 19. Jahrhunderts, |
|---|