STADT Unter Schweden. Gustav II. Adolf, 1631-1632. 3 Dukaten 1631,
STADT Unter Schweden. Gustav II. Adolf, 1631-1632. 3 Dukaten 1631,
Estimated price : €20,000
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Description
GOLD. Von allergrößter Seltenheit. Vermutlich einziges bekanntes Exemplar in Privatbesitz. Min. Bearbeitungsspuren am Rand, winz. Kratzer, fast vorzüglich Exemplar der Auktion Helbing 58, München 1929, Nr. 895; der Auktion Helbing 64, München 1931, Nr. 832 und der Galerie des Monnaies 9, Düsseldorf 1973, Nr. 234. Erworben in der Auktion Schweizerischer Bankverein 39, Basel 1996, Nr. 392.
Die vorliegende goldene Prachtmünze weist große Ähnlichkeit zu den in der Stadt Mainz geprägten Siegesmünzen des Königs Gustav II. Adolf in Gold und Silber auf, die jedoch unter einer elfzeiligen Inschrift das Münzmeisterzeichen des Daniel Ayrer (einen Merkurstab, das alchemistische Zeichen für Quecksilber) zeigt.
Auf unserem Stück, das bisher Erfurt oder Mainz zugeschrieben wurde, fehlt dieses Zeichen und die Inschrift hat zwölf Zeilen. Das 3-Dukaten-Stück zeigt außerdem (in der Blattverzierung der Rückseite versteckt) die Initialen des Lazarus Ahrens, der nur bis zum Jahr 1629 in den Hildesheimer Akten als Stempelschneider belegt ist. Daher widersprachen namhafte Numismatiker - insbesondere Max von Bahrfeldt - der Zuweisung zu Hildesheim.
In jüngster Zeit hat Detlev Hölscher dargelegt, dass die hier vorliegende Siegesmünze, die auch ohne die Stempelschneidersignatur LA existiert, doch in Hildesheim geprägt wurde. Zum einen ist es archivalisch gesichert, dass Ahrens bis zu seinem Tod 1634 odeer 1635 in Hildesheim wohnte und dort besteuert wurde. Zum anderen weist das Stück große stilistische Ähnlichkeit zu einem nicht ausgeprägten Taler der kaiserlichen Besetzung von Hildesheim (nach Abzug der Schweden) auf, dessen Stempel 1836 in den archivalischen Beständen des Hildesheimer Rathauses aufgetaucht war.
In Gold sind von dieser Münze nur vier Exemplare bekannt, von denen sich zwei in öffentlichen Sammlungen befinden, nämlich eines in der Staatlichen Münzsammlung in München, und eines im Cabinett des Médailles in Paris. Ein Exemplar im Gewicht von vier Dukaten wurde in der Auktion Schulman 200, Amsterdam 1937, Nr. 590 versteigert. Das vorliegende Stück ist somit das einzige bekannte Exemplar zu 3 Dukaten in Privatbesitz.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Information for lot 7038 from Auction 219
| Nominal/Year | 3 Dukaten 1631, |
|---|---|
| Rarity | Von allergrößter Seltenheit. Vermutlich einziges bekanntes Exemplar in |
| Quotes | Ahlström 7 (XR, dieses Exemplar und dort unter Erfurt sowie als 4 Dukaten bezeichnet); Fb. 918 ("Very rare", dieses Exemplar und dort unter Erfurt); Leitzmann - (vgl. 777, dort als Taler); Hagander -; Hildebrand I, S. 121, 37 Anm. (dort unter Erfurt); Slg. Walther - |