Octavianus und Divus Julius Caesar. Æ-Dupondius, um 36 v. Chr., Lugdunum;
Octavianus und Divus Julius Caesar. Æ-Dupondius, um 36 v. Chr., Lugdunum;
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Description
Grüne Patina, fast sehr schön/sehr schön
Exemplar der Sammlung Walter Louwet.
Die römische Stadt Lugdunum wurde im Jahr 43 v. Chr. als Colonia Copia Felix Munatia von Munatius Plancus gegründet. Unter Augustus wurde in Lugdunum eine der wichtigsten Reichsprägestätten eingerichtet. Es gibt sogar die These, ab 12 v. Chr. sei allein hier Gold und Silber für das gesamte römische Imperium emittiert worden, und dies habe sich erst mit der Rückkehr der Hauptmünzstätte nach Rom unter Nero im Jahr 64 geändert, so z. B. Wolters, R., The Julio-Claudians, in: Metcalf, W. E. (Hg.), The Oxford handbook of Greek and Roman coinage, Oxford 2011, S. 336–340, bes. S. 339.
Diese These ist freilich höchst umstritten. Sie setzt voraus, dass alle in anderen Provinzen gefundenen Münzstempel für Reichsprägungen in Edelmetall der betreffenden Zeit Falschmünzerstempel sind. An der dogmatischen Behauptung, es verhalte sich so, regten sich schon lange berechtigte Zweifel, die durch den Fund des Münzstempels von Vindonissa große Unterstützung erfahren haben, siehe Doppler, H. W./Pauli-Gabi, Th./Peter, M., Der Münzstempel von Vindonissa, in: Jahresbericht der Gesellschaft Pro Vindonissa, S. 41-49.
Aber auch abseits der Stempelfrage ist die These höchst umstritten; hier sei exemplarisch z. B. für die Münzprägung des Claudius auf die Diskussion bei v. Kaenel (S. 210 ff.) verwiesen, aber auch für die Gaius-Lucius-Prägungen des Augustus mit X auf Wolters selbst, der die Münzstätte dieser Prägungen in Rom verortet, siehe Wolters, R., Gaius und Lucius Caesares als designierte Konsuln und principes iuventutis. Die lex Valeria Cornelia und RIC I² 205 ff., in: Chiron 32 (2002), S. 297 ff.
Information for lot 5315 from eLive Auction 92
| Nominal/Year | Æ-Dupondius, um 36 v. Chr., |
|---|---|
| Mint | Lugdunum; |
| Weight | 20,39 g |
| Quotes | RPC 515; Sear 483 |