Franz I., 1804-1835. Silberabschlag von den Stempeln des Ku.-15 Kreuzer 1807 A, Wien.
Franz I., 1804-1835. Silberabschlag von den Stempeln des Ku.-15 Kreuzer 1807 A, Wien.
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Description
Von allergrößter Seltenheit. Feine Patina, winz. Randfehler, vorzüglich-Stempelglanz Bereits seit 1762 hatte der Wiener Stadt-Banco, eine ursprünglich städtische und seit 1727 staatliche Einrichtung, Papiergeld in Guldenwährung ausgegeben. Um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Scheine zu erlangen, nahm der Staat das papierene Geld bei Steuerzahlungen an und bot sogar die Möglichkeit, die Bancozettel in verbindliche Bankobligationen einzutauschen. Mit der massiven Verschlechterung der österreichischen Finanzlage gegen Ende des 18. Jahrhunderts verloren die Scheine zunehmend an Kredit. Der Staat steigerte jedoch analog zur Erhöhung des Staatsdefizits die Papiergeldmenge in zuvor nicht gekannten Maße. Betrug der Boncozettelumlauf 1793 noch 26,7 Mio. Gulden, so belief er sich 1798 auf 91,9 Mio. Gulden, 1806 auf 250 Mio. Gulden und überschritt schließlich 1811 die Summe von einer Milliarde Gulden. Parallel dazu stieg der Kurs der Kurantmünzen und der silberhaltigen Scheidemünzen. Selbst Kupfermünzen erhielten im Zahlungsverkehr ein Agio. Mit dem Hofdekret vom 20. März 1807 wurde dann die Ausgabe von Kupfermünzen zu 15 und 30 Kreuzern (bisher stets Silbernominale) bestimmt. Die Inschrift macht die Funktion der Stücke als Teilungsmünzen der Wiener Stadtbancozettel deutlich. Man stellte - vermutlich als Geschenk für hochgestellte Persönlichkeiten - sehr wenige Exemplar in dem so begehrten Edelmetall Silber her. Das Stück zählt zu den großen Raritäten unter den österreichischen Münzen und war in der Versteigerung der berühmten Slg. Horsky die teuerste Münze des Kaisers Franz I.
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Information for lot 2940 from Auction 113
| Nominal/Year | Silberabschlag von den Stempeln des Ku.-15 Kreuzer 1807 |
|---|---|
| Mint | A, Wien. |
| Rarity | Von allergrößter Seltenheit. |