ERZBISTUM Dietrich II. von Moers, 1414-1463. Goldgulden o. J. (1458), Deutz.
ERZBISTUM Dietrich II. von Moers, 1414-1463. Goldgulden o. J. (1458), Deutz.
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Description
GOLD. Prägeschwäche, sehr schön Dies ist einer der berüchtigten Postulatsgoldgulden des Erzbischofs Dietrich von Mörs. Der Erzbischof durfte nach dem rheinischen Münzvertrag von 1454 nur vollwertige Goldgulden prägen. Dem schlechten Beispiel des Utrechter Bischofs Rudolf von Diepholz folgend ließ er jedoch in der heimlich wiedererrichteten Münzstätte Deutz ab 1458 sogenannte Postulatsgoldgulden prägen, die nur einen halben Goldgulden wert waren. Die Stadt Köln verrief aber diese neue Münzsorte und akzeptierte sie nicht einmal zur Hälfte der vollwertigen rheinischen Goldgulden. Darüber beschwerte sich der Erzbischof bei der Stadt mit einem Brief vom Juli 1458. Die böse Absicht geht schon aus der Umschrift hervor, die die Herkunft der Münze möglichst verschleiern sollte. Der Heilige Heribert, Erzbischof 999-1021, erwarb Deutz für die Kölner Kirche und ist in der dortigen Abteikirche begraben. Die Rückseite läßt sich auflösen in: MONeta NOVA THeodericus ARchiePISCOpus Facta TViCii oder ähnlich. Auf diese Weise wollte man den Stücken Rudolfs von Diepholz möglichst nahe kommen und verhindern, daß die übrigen rheinischen Kurfürsten frühzeitig merkten, daß Dietrich II. vertragswidrig prägte.
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Information for lot 7379 from Auction 99
| Nominal/Year | Goldgulden o. J. (1458), |
|---|---|
| Mint | Deutz. |
| Quotes | Fb. 797 a; Noss 397 |