Spring Auction Sale 438
·
Lot 892
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Lot 892
17 Mar 2026
9:00 am
VÖLKERWANDERUNG
·
MEROWINGER
Theodebert I., 534.548. AV-Tremissis;
Sold
17 Mar 2026
9:00 am
VÖLKERWANDERUNG
·
MEROWINGER
Theodebert I., 534.548. AV-Tremissis;
My notes
Description
Theodebert I., 534.548. Ô-Tremissis; 1,45 g Drapierte Büste r. mit Diadem//Victoria geht r., Kopf l., mit Kranz und Kreuzglobus. Belfort 5474 var.; Prou 54 var.
RR. Mit erlesener Provenienz. Winz. Bearbeitungsstellen am Rand, vorzüglich/fast vorzüglich
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Exemplar der Sammlung des fürstlich fürstenbergischen Münzkabinetts zu Donaueschingen (Fürst Karl Egon II. zu Fürstenberg), Auktion Cahn 79, Frankfurt am Main 1932, Nr. 952 und der Auktion Lanz 123, München 2005, Nr. 1166.
Die unter eigenem Namen emittierten Prägungen des Franken- und Merowingerkönigs Theodebert I. stehen wahrscheinlich im Zusammenhang mit dessen Invasion Italiens im Gotenkrieg auf der Seite Ostroms und Subsidienzahlungen der Ostgoten. Die ostgotischen pseudo-imperialen Prägungen unterscheiden sich im Wesentlichen durch zwei verschiedene Ikonografien, die möglicherweise auf zwei Zonen der Zirkulation in Gallien hinweisen: In den nördlichen Regionen von Austrasien und Neustrien wurde vor allem der Typus mit Victoria samt Globus und Kranz emittiert, im Süden wie Burgund und Aquitanien hingegen Victoria mit Palmzweig und Kranz. Theodebert I. tritt auf den Münzen der besetzten Gebiete mit eigenem Herrscherbild und dem Titel dominus noster in der Averslegende D N THEODEBERTVS VIC in einer eigentlich dem römischen Kaiser vorbehaltenen Form auf. Dazu: McCormick, M., Coins and the economic history of post-Roman Gaul: testing the standard model in the Moselle, ca. 400–750, in: Jarnut, J./Strothmann, J. (Hgg.), Die Merowingischen Monetarmünzen als Quelle zum Verständnis des 7. Jahrhunderts in Gallien, Paderborn 2013, S. 337-376, bes. S. 353.
RR. Mit erlesener Provenienz. Winz. Bearbeitungsstellen am Rand, vorzüglich/fast vorzüglich
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Exemplar der Sammlung des fürstlich fürstenbergischen Münzkabinetts zu Donaueschingen (Fürst Karl Egon II. zu Fürstenberg), Auktion Cahn 79, Frankfurt am Main 1932, Nr. 952 und der Auktion Lanz 123, München 2005, Nr. 1166.
Die unter eigenem Namen emittierten Prägungen des Franken- und Merowingerkönigs Theodebert I. stehen wahrscheinlich im Zusammenhang mit dessen Invasion Italiens im Gotenkrieg auf der Seite Ostroms und Subsidienzahlungen der Ostgoten. Die ostgotischen pseudo-imperialen Prägungen unterscheiden sich im Wesentlichen durch zwei verschiedene Ikonografien, die möglicherweise auf zwei Zonen der Zirkulation in Gallien hinweisen: In den nördlichen Regionen von Austrasien und Neustrien wurde vor allem der Typus mit Victoria samt Globus und Kranz emittiert, im Süden wie Burgund und Aquitanien hingegen Victoria mit Palmzweig und Kranz. Theodebert I. tritt auf den Münzen der besetzten Gebiete mit eigenem Herrscherbild und dem Titel dominus noster in der Averslegende D N THEODEBERTVS VIC in einer eigentlich dem römischen Kaiser vorbehaltenen Form auf. Dazu: McCormick, M., Coins and the economic history of post-Roman Gaul: testing the standard model in the Moselle, ca. 400–750, in: Jarnut, J./Strothmann, J. (Hgg.), Die Merowingischen Monetarmünzen als Quelle zum Verständnis des 7. Jahrhunderts in Gallien, Paderborn 2013, S. 337-376, bes. S. 353.
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Information for lot 892 from Spring Auction Sale 438
| Nominal/Year | AV-Tremissis; |
|---|---|
| Rarity | RR. Mit erlesener Provenienz. |
| Weight | 1,45 g |
| Quotes | Belfort 5474 var.; Prou 54 var |