MEDAILLEN, PLAKETTEN, JETONS GOETZ, K.
MEDAILLEN, PLAKETTEN, JETONS GOETZ, K.
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Description
Der Graveur und Medailleur Karl Goetz (* 1875 in Augsburg, † 1950 in München) hinterließ ein Werk von nicht weniger als 633 Guss- und Prägemedaillen sowie Plaketten, das von Gunther W. Kienast in einem Katalog samt einem dazu publizierten umfangreichen Nachtrag erfasst worden ist. Während zahlreiche Prägestempel dieses Künstlers infolge Kriegseinwirkungen Schaden genommen hatten, blieben sämtliche Originalmodelle erhalten. Sein Sohn Guido Goetz (* 1912, † 1992 betätigte sich nach einem Kunststudium vornehmlich als Bildhauer (A. Feldmann, Der Bildhauer und Medailleur Guido Goetz [1912-1992]. Eine erste Annäherung. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 73, 2023, S. 319-341). Deneben trat er aber auch als als Medailleur in Erscheinung, wobei er sich stilistisch insbesondere an Schöpfungen seines Vaters orientierte. Zudem verwaltete er den väterlichen Nachlass und benutzte die geerbten Originalmodelle als Vorlagen für Güsse, die er auf Bestellung anfertigte. Wie dies die hier vorliegende Mappe bezeugt, nutzte Guido Goetz noch in den siebziger Jahren im Auftrag seines Vaters erstellte Werbemittel aus Papier zur Kundengewinnung für seine Neuanfertigungen der väterlichen Medaillen und Plaketten. So kennzeichnete er die Titelseite der in dieser Mappe vorn eingefügten Tafelfolge, die wohl 1929 entanden ist, mit der dreizeiligen Stempelung BILDHAUER UND MEDAILLEUR / GUIDO GOETZ / MÜNCHEN. DALL'ARMISTR. 16 und fügte die 1924 produzierte Liste hinzu, bevor er 1976 diese Unterlagen zusammen mit dem von ihm verfassten Brief dem Architekten, Architekturhistoriker und Medaillensammler Prof. Dr. Kurt Asche (* 1925, † 2000) in Oldenburg zusandte.
Auf dem Spiegel des Vorderdeckels der Heftmappe die Besitzerstempelung EX LIBRIS / KURT ASCHE. Der Eigner dieses Buchzeichens (* 1925 in Godensholt [Ammerland],absolvierte in Bonn, Braunschweig, Karlsruhe und Toronto ein Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Architektur sowie der Stadt- und Regionalplanung. Als Diplom-Ingenieur und Architekt arbeitete er von 1958 bis 1962 u.a. in Kanada. Ab 1964 lehrte er Baugeschichte an der Fachhochschule Oldenburg. 1977 wurde er mit seiner Dissertation "Das europäische Postwertzeichen als Kunstwerk" an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Karlsruhe promoviert, Nach Vorlage seines Opus magnum "Das Oldenburger Bürgerhaus" und dem Abschluss seines Habilitationsverfahrens erteilte ihm die Universität Oldenburg 1984 die Lehrbefugnis als Privatdozent für Architekturgeschichte und Denkmalpflege (http://www.presse.uni-oldenburg.de/einblicke/25059.html). Aus seiner Feder stammen etliche Veröffentlichungen regionalen Bau- und Kunstgeschichte, wobei er insbesondere sein Augenmerk auf die insbesondere auf die architektonischen Denkmäler Oldenburgs und der umliegenden niedersächsischen Regionen lenkte. Auch jenseits seines Berufes engagierte er sich für den Erhalt und die Pflege der Bau- und Kunstdenkmäler seiner Region. Zu seinen privaten Freuden zählte auch die Numismatik, in der er verschiedentlich auch als Autor in Erscheinung trat. Sein Interesse galt u.a. den Medaillen, insbesondere jenen des Jugendstils. 1961 wurde er in den Kreis der Oldenburger Münzfreunde als Mitglied aufgenommen und fungierte von 1964 bis 1970 als deren Zweiter Vorsitzender. (Nachruf in: Numismatisches Nachrichtenblatt 49. Jahrgang, 2000, Heft 5, S. 191).
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