DEUTSCHLAND Köln. Silberner Becher, gefertigt vor 1683.
DEUTSCHLAND Köln. Silberner Becher, gefertigt vor 1683.
Estimated price : €3,000
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Description
Äußerst seltene Arbeit des Kölner Meisters Heinrich Strötgen. Zwei kleine, unbedeutende Reparaturstellen in der Wandung, sehr schön erhalten Auffälligerweise trägt dieser Kölner Becher kein Beschauzeichen der Stadt. Wie jüngst Dr. Lutz Ilisch, Tübingen belegen konnte, ist dieses Objekt ein frühes, beredtes Zeugnis für die Praxis der Kölner Gold- und Silberschmiedemeister, die entgegen der Goldschmiedeamtsordnung Arbeiten aus 12lötigem Silber herstellten und diese lediglich mit ihrem Zeichen und einem Tremolierstich kennzeichneten. Ilisch weist darauf hin, daß erst ab dem Jahr 1724 in Köln 12lötiges Silber mit einem Beschauzeichen zu versehen war, wie die in diesem Jahr eingeführte neue Goldschmiedeamtsordnung dokumentiert. Dabei wurde "der von etlichen Meistern misbrauchter Stich gänzlich abgeschafft" (Günther Irmscher, Das Kölner Goldschmiedehandwerk, Köln 2005, S. 728).
In der grundlegenden Studie zu den rheinischen Silberarbeiten konnten lediglich fünf Arbeiten des Meisters Heinrich Strötgen erfaßt werden. Hierbei handelt es sich ausschließlich um größerfomatiges Kirchengerät (Monstranzen, Kelche, Altarleuchter, darunter auch ein Ziborium von 1690, ebenfalls ohne Beschauzeichen), siehe Carl-Wilhelm Clasen, Rheinische Silbermarken, Rheinbach/Merzbach 1986, S. 34, Nr. 117.
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Information for lot 2304 from Auction 154
| Nominal/Year | Silberner Becher, gefertigt vor 1683. |
|---|---|
| Rarity | Äußerst seltene Arbeit des Kölner Meisters Heinrich Strötgen. |