Postumus, 260-268. Æ-Doppelsesterz, 261, Colonia;
Postumus, 260-268. Æ-Doppelsesterz, 261, Colonia;
Estimated price : €200
Hammer price
My notes
Description
Prägeschwächen am Rand, sehr schön-vorzüglich
Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 191, München 2010, Nr. 2332 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 341, Osnabrück 2020, Nr. 6037.
Mairat weist diesen Münztyp der Münzstätte Trier zu und datiert die Prägung ins Jahr 260/261. Wir folgen bei der Münzstättenzuweisung und der Datierung Pierre Bastien.
Die Naves lusoriae wurden Mitte des 3. Jahrhunderts eingeführt. Die sehr schlanken und flachgehenden Schiffe wurden bis in die Spätantike in römischen Flussflotten eingesetzt und spielten militärisch eine bedeutende Rolle. So gelangte Julianus II. Apostata im Bürgerkrieg gegen Constantius II. mit 3000 Mann in nur elf Tagen von Ulm nach Sirmium - dies bedeutet, dass bei 30 Ruderern und 20 Mann Zuladung der Kaiser die Fahrt mit 60 Naves lusoriae unternahm. Einer der größten Vorteile dieses Schifftyps war ja, dass er nur eine minimale Zeit der Einweisung benötigte und daher mit regulären Landtruppen bemannt wurde. Anhand der in Mainz gefundenen Naves lusoriae wurde 2004 an der Universität Regensburg eine Lusoria nachgebaut, siehe Ferkel/Konen/Schäfer, Navis Lusoria. Ein Römerschiff in Regensburg, St. Katharinen 2004. Postumus propagierte diesen Schiffstyp auf seinen Münzen in ungewöhnlicher Weise.
Information for lot 5521 from eLive Auction 92
| Nominal/Year | Æ-Doppelsesterz, 261, |
|---|---|
| Mint | Colonia; |
| Weight | 13,45 g |
| Quotes | Bastien 87 var.; Elmer 243 var.; Coh. 177 var.; RIC² 93 var |