Berlin.
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Description
Repräsentative Arbeit aus der Werkstatt des bedeutenden Berliner Silberschmieds, bestückt mit teils sehr seltenen Talern . Von sehr schöner Erhaltung
Johann George Hossauer (geboren 1794 in Berlin, gestorben 1874 ebd.) gilt als der maßgebliche Gold- und Silberschmied seiner Zeit in Preußen (Jonas S. 7; Thieme-Becker Bd. XVII, S. 547f.). Bereits im Jahre 1819 gründete er in Berlin eine bald schon prosperierende Fabrik. Hier produzierte er zusammen mit einer wachsenden Zahl an Mitarbeitern nach dem Vorbild fortschrittlicher englischer und französischer Werkstätten eine breite Spanne von Gebrauchs- und Luxusobjekten aus Platin, Gold und Silber sowie aus veredelten unedlen Metallen. Der Schwerpunkt des Sortiments lag auf Tafelgerät, profanen und sakralen Pokalen, Schaustücken und Ehrengaben, aber auch feine Juwelierarbeiten, wie z.B. Orden und individuelle Kleinobjekte gehörten zum Spektrum. Aufgrund seiner innovativen Produktionsmethoden und seiner qualitätvollen Arbeiten genoss Hossauer früh die Gunst des preußischen Königshauses, was sich in materieller Förderung und Arbeitsaufträgen seiner Majestät, der königlichen Familie, des Hofstaats und auch anderer fremder Fürstenhäuser niederschlug. Zwecks der Umsetzung bedeutender Aufträge arbeitete Hossauer eng mit führenden Künstlern und Architekten zusammen. So ergab sich über viele Jahre eine enge Kooperation mit Karl Friedrich Schinkel, der zahlreiche Entwürfe für Gold- und Silberschmiedearbeiten lieferte. 1826 ernannte ihn König Friedrich Wilhelm III. zum Hofgoldschmied. Johann Georg Hossauer betrieb seine Firma bis zum Ende des Jahres 1858. Zum 1. Januar veräußerte er das Unternehmen seinem früheren Schüler und Mitarbeiter, dem Goldschmied Emil August Albert Wagner, und dem Kaufmann François Louis Jeremie Sy. Danach firmierte das Unternehmen bis zum Jahre 1933 unter dem Namen Sy & Wagner, um später als „Vereinigte Juweliere GmbH“ die Geschäfte weiter zu betreiben.
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| Rarity | Repräsentative Arbeit aus der Werkstatt des bedeutenden Berliner Silberschmieds, bestückt mit teils sehr seltenen Talern |
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