KÖNIGREICH Haakon VII., 1905-1958.
KÖNIGREICH Haakon VII., 1905-1958.
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Description
1) Niederlande. Juliana, 1948-1980. Goldmedaille o. J. (entworfen 1887 von L. Jünger, geschnitten von J. P. Meyer). Buys-Ballot-Verdienstmedaille für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Meteorologie. Verliehen 1948 an Sverre Petterssen.
Christoph Heinrich Dietrich Buys-Ballot (1817-1890) war ein bedeutender niederländischer Wissenschaftler und Meteorologe und wurde 1854 Direktor des Königlichen Niederländischen Meteorologischen Instituts in Utrecht. Er formulierte 1860 das Barische Windgesetz (Gesetz von Buys-Ballot) und bewies u. a. den Dopplereffekt. Nach ihm wurde der Mondkrater Buys-Ballot benannt. Nach seinem Tod stiftete die Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften die Buys-Ballot-Medaille, die seit 1893 bis heute einmal pro Dekade an hervorragende Meteorologen verliehen wird.
2) USA. Goldplakette 1958, des New York Board of Trade. Verliehen an Sverre Petterssen.
Seit 1947 verlieh das New York Board of Trade jährlich einen Preis an Persönlichkeiten, die sich besonders für die Vereinigten Staaten verdient gemacht hatten. Sverre Petterssen war der erste Wissenschaftler, dem diese Ehrung am 9. Oktober 1958 im New Yorker Waldorf-Astoria-Hotel zuteil wurde. Vor Petterssen hatten Prominente wie die US-Präsidenten Eisenhower (1948), Hoover (1949) sowie Winston Churchill (1955) diesen Preis erhalten. Umfangreiche Zeitungsartikel von 1958 aus Norwegen und den USA sowie Gratulationsschreiben (u. a. vom Rektor der Universität Chicago) werden mitgeliefert.
GOLD. 2 Stück. Vorzüglich Sverre Petterssen wurde in der Tradition der von Vilhelm Bjerknes begründeten Bergen-Schule der theoretischen Meteorologie ausgebildet. Er arbeitete von 1925 bis 1928 am Geophysikalischen Institut in Tromsø, danach bis Ende der 1930er Jahre am Wetterdienst in Bergen. 1939 wurde Petterssen auf den Lehrstuhl für Meteorologie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) berufen. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs standen rund 2.700 Meteorologen der deutschen Luftwaffe lediglich 30 Meteorologen der US-Luftwaffe gegenüber, so daß am MIT ein Notprogramm für die massenhafte Ausbildung von Wetterforschern begonnen wurde, an dem Petterssen beteiligt war. 1941 wurde Petterssen als norwegischer Staatsbürger von der norwegischen Exilregierung an das Britische Wetteramt "ausgeliehen". Die Wetteranalysen des Norwegers für die britische und amerikanische Luftwaffe und Marine spielten während des gesamten Krieges eine wichtige Rolle. Sein bedeutendster und bekanntester Erfolg war dabei die Wettervorhersage vom 5. und 6. Juni 1944, weil von ihr die Invasion der alliierten Truppen in der Normandie abhing. Es gelang Petterssen und seinen Kollegen, eine Landung am 5. Juni wegen schweren Sturmes zu verhindern und die kurze Schönwetterperiode am folgenden Tag ("D-day") für die größte Landeoperation aller Zeiten zu empfehlen.
Nach dem Krieg leitete Petterssen den norwegischen Wetterdienst und wurde 1952 als Professor an die Universität Chicago berufen. Er wurde Präsident der American Meteorological Society, beriet die US-Präsidenten in Wissenschaftsfragen und die National Academy of Sciences beim Ausbau der atmosphärischen Wissenschaften. Mit seinem Ruhestand ging er 1963 nach England, wo er die restlichen zwölf Jahre seines Lebens verbrachte.
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Information for lot 6247 from Auction 177
| Unique quantity | 2 Stück. |
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