Auction 443
·
Lot 1330
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Lot 1330
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Lot 1330
24 Jun 2026
8:00 am
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
·
NÜRNBERG
STADT 20 Goldmark o. J. (nach 1923),
24 Jun 2026
8:00 am
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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NÜRNBERG
STADT 20 Goldmark o. J. (nach 1923),
My notes
Description
STADT 20 Goldmark o. J. (nach 1923), 7,14 g Feingold. Prägung des Nürnberger Goldschmieds Josef Wild. Schl. W 50; Fischer 20.8.
GOLD. Von großer Seltenheit. Nur wenige Exemplare geprägt. Winz. Randfehler, kl. Kratzer, vorzüglich
Josef Wild wurde am 13. März 1872 in Nürnberg geboren. Nach den Lehr- und Gesellenjahren übte er sein Kunsthandwerk seit 1897 als Goldschmiedemeister und selbständiger Juwelier in einem gemieteten Laden in Nürnberg aus. Während der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg, als der Höhepunkt der Geldentwertung im Jahre 1923 erreicht war, begann Wild, mittels einer erworbenen Prägemaschine Münzen herzustellen, auf denen der Wert in Goldmark sowie in Dukaten angegeben war, wobei er einem Dukaten zehn Goldmark gleichsetzte. Wild wollte so dem deutschen Volk durch seine Goldmarkprägungen anstelle der wertlosen Geldscheine, die auf Millionen, Milliarden und Billionen lauteten, wieder einen sicheren Wertmesser geben und den verzweifelnden Menschen zeigen, was überhaupt eine Goldmark ist, nach der Industrie und Handwerk, Handel und Gewerbe, Importeure und Exporteure rechneten. Die hergestellten Münzen wurden jedoch sofort wegen des gesetzlichen Geldausgabemonopols der Reichsbank untersagt. Als Wild jedoch begann, Reichsgoldmünzen herzustellen, beging er das Verbrechen der Falschmünzerei. Er kam in Haft und wurde später wegen einer schweren Erkrankung in das städtische Krankenhaus Nürnberg verlegt, wo er am 31. März 1932 im Alter von 60 Jahren verstarb.
GOLD. Von großer Seltenheit. Nur wenige Exemplare geprägt. Winz. Randfehler, kl. Kratzer, vorzüglich
Josef Wild wurde am 13. März 1872 in Nürnberg geboren. Nach den Lehr- und Gesellenjahren übte er sein Kunsthandwerk seit 1897 als Goldschmiedemeister und selbständiger Juwelier in einem gemieteten Laden in Nürnberg aus. Während der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg, als der Höhepunkt der Geldentwertung im Jahre 1923 erreicht war, begann Wild, mittels einer erworbenen Prägemaschine Münzen herzustellen, auf denen der Wert in Goldmark sowie in Dukaten angegeben war, wobei er einem Dukaten zehn Goldmark gleichsetzte. Wild wollte so dem deutschen Volk durch seine Goldmarkprägungen anstelle der wertlosen Geldscheine, die auf Millionen, Milliarden und Billionen lauteten, wieder einen sicheren Wertmesser geben und den verzweifelnden Menschen zeigen, was überhaupt eine Goldmark ist, nach der Industrie und Handwerk, Handel und Gewerbe, Importeure und Exporteure rechneten. Die hergestellten Münzen wurden jedoch sofort wegen des gesetzlichen Geldausgabemonopols der Reichsbank untersagt. Als Wild jedoch begann, Reichsgoldmünzen herzustellen, beging er das Verbrechen der Falschmünzerei. Er kam in Haft und wurde später wegen einer schweren Erkrankung in das städtische Krankenhaus Nürnberg verlegt, wo er am 31. März 1932 im Alter von 60 Jahren verstarb.
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Information for lot 1330 from Auction 443
| Nominal/Year | 20 Goldmark o. J. (nach 1923), |
|---|---|
| Rarity | Von großer Seltenheit. Nur wenige Exemplare geprägt. |
| Quotes | Schl. W 50; Fischer 20.8 |