Murâd IV. ibn Ahmad III., 1032-1049 H./1623-1640 AD. Nordafrika, eine Goldmünze aus der unbestimmten Münzstätte SBY
Murâd IV. ibn Ahmad III., 1032-1049 H./1623-1640 AD. Nordafrika, eine Goldmünze aus der unbestimmten Münzstätte SBY
Estimated price : €3,000
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Description
GOLD. Von größter Seltenheit und wahrscheinlich Unikum. Volle Ausprägung auf breitem Schrötling, vorzüglich Aus Auktion Baldwin's Islamic Coins Auctions 4, Mai 2002, Lot 344. Der Bearbeiter des Auktionskatalogs, mutmaßlich Robert Darley-Doran, hat aus der ungewöhnlichen Prägejahrdatierung auf eine Prägung im Hauptquartier des Sultans beim Safawidenfeldzug zum Zeitpunkt des Friedensschlusses von Qasr-i Shîrîn geschlossen, welches in Mosul war. Die perfekte Ausprägung deutet zwar auf eine östliche Prägung, doch der Stil der Schrift mit seinen hochgezogenen finalen nûn in khâqân und in bahrayn, wie auch der zentrale Knoten deuten eher auf eine Herkunft aus Tripolitanien oder dem weiteren Westen. Dort ist auch die Datierung mit dem Prägejahr weniger erklärungsbedürftig als im Osten. Damali glaubt, dass das als Münzstättenname gelesene Wort als "sana" zu lesen sei und daher dieses Stück überhaupt keinen Münzstättennamen trage. Dabei verweist er auf einen nordafrikanischen Sultanides Ibrahim, der ebenfalls keine Münzstättenangabe trage. Dieses Stück 18-NM-A1 zeigt aber die Münzstätte Jazâ'ir an und ist stilistisch nicht deutlich verwandt. Wie die hinreichend klar bezeichnete Münzstätte zu lesen ist, werden Historiker mit Spezialkenntnissen der Geschichte der Barbareskenstaaten sicherer beurteilen können als der gegenwärtige Bearbeiter.
Information for lot 9870 from Auction 231
| Rarity | Von größter Seltenheit und wahrscheinlich Unikum. |
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