ELBING Unter Schweden. Gustav II. Adolf, 1611-1632. 3 Dukaten 1631.
ELBING Unter Schweden. Gustav II. Adolf, 1611-1632. 3 Dukaten 1631.
Estimated price : €25,000
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Description
GOLD. Von allergrößter Seltenheit. 2. bekanntes Exemplar. Sehr attraktives Exemplar, winz. Prüfspur am Rand, fast vorzüglich Exemplar der Slg. Jacques von Reichel, St. Petersburg (Teil II, Nr. 1235); der Auktion Grabow 15, Rostock 1940, Nr. 640; der Auktion Münzen und Medaillen AG 9, Basel 1951, Nr. 222 und der Slg. Gustav Andersson, Auktion Ahlström 23, Stockholm 1981, Nr. 137. Erworben 1985 von Claes-Olof Algård, Vancouver.
Das äußerst seltene Dreidukatenstück 1631 der schwedisch besetzten Stadt Elbing weist ein außergewöhnliches Porträt auf, zu dessen Interpretation man sich den Einsatz von Münzen als strategisches ökonomisches Mittel vor Augen halten muß. Axel Oxenstierna, schwedischer Reichskanzler von 1612 bis zu seinem Tod 1654, war seit 1629 (seitdem Elbing im Waffenstillstand von Altmark Schweden unterstellt wurde) der schwedische Statthalter in Elbing. Hier wurden große Mengen der niedrigsten in Polen üblichen Nominale geprägt. Oxenstierna schlug König Gustav II. Adolf 1631 in einem Brief vor, die Kleinmünzen sehr ähnlich den entsprechenden polnischen Stücken auszubringen, so daß die minderhaltigen schwedischen Stücke nicht auffielen. Ausdrückliches Ziel war die Überschwemmung Polens mit minderwertigen Kleinmünzen.Die Stempel zu dieser extrem seltenen Goldprägung waren eigentlich für den in großen Mengen ausgebrachten, minderhaltigen Ort vorgesehen. Dargestellt ist das Porträt des polnischen Königs Sigismund III., des katholischen Vetters und Gegners des eigentlichen Münzherrn Gustav II. Adolf. Die Umschrift gibt jedoch den korrekten Münzherrn an. Das Brustbild ist zusätzlich mit dem Goldenen Vlies verziert, ein Orden, den der katholische habsburgische Kaiser niemals dem lutheranischen Schwedenkönig verliehen hätte und der von diesem auch niemals akzeptiert worden wäre! Mit dem Porträt des Polenkönigs sollten die unterwertigen Silbermünzen unauffällig in den polnischen Geldumlauf eingeschleust werden. Unter dem Elbinger Schild sind die Initialen des Münzmeisters Marsilius Philipsen zu sehen, der mit seinen minderhaltigen Münzen ein Vermögen verdiente und in Elbing ein stattliches Haus kaufte. Als Schweden im Jahr 1635 die Stadt Elbing aufgab, wurden alle während der schwedischen Besetzung ausgegebenen Münzen verboten. Insbesondere die nahegelegene Stadt Danzig mit ihrem dem Elbinger ähnlichen Stadtwappen hatte laut Protest erhoben.
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Information for lot 6027 from Auction 185
| Nominal/Year | 3 Dukaten 1631. |
|---|---|
| Rarity | Von allergrößter Seltenheit. 2. bekanntes Exemplar. |
| Quotes | Ahlström 5 (XR); Dutkowski/Suchanek 653; Fb. 47; Hagander 95 |