WOLGAST, STADT Unter Schweden. Gustav II. Adolf, 1631-1632. 4 Dukaten 1634, vermutlich in Stockholm geprägt,
WOLGAST, STADT Unter Schweden. Gustav II. Adolf, 1631-1632. 4 Dukaten 1634, vermutlich in Stockholm geprägt,
Estimated price : €20,000
Hammer price
My notes
Description
GOLD. Von größter Seltenheit. 5. bekanntes Exemplar und 3. bekanntes Exemplar in Privatbesitz. Sehr attraktives Exemplar, winz. Prägeschwäche, vorzüglich Exemplar der Slg. Lars Emil Bruun, Teil 1, Auktion Adolph Hess Nachfolger 151, Frankfurt/Main 1914, Nr. 919; der Slg. Israel Berghman, Stockholm; dann durch Vermittlung von Jacques Schulman, Amsterdam, Exemplar der Slg. Virgil M. Brand, Chicago; der Slg. T. J. Clarke, Jamestown/USA; dann durch Vermittlung von Emile Bourgey, Paris, Exemplar der Slg. P. O. Nordin, Paris, Auktion Ahlström 11, Stockholm 1976, Nr. 180; der Slg. "Guia", Auktion Bowers and Merena, New York 1988, Nr. 145 und der Auktion Antikören 7, Göteborg 1989, Nr. 234. Erworben 1990 von der Galerie des Monnaies, Genève.
Die Bestattung von König Gustav II. Adolf fand erst etwa eineinhalb Jahre nach seinem Tod statt. Die Vorbereitungen begannen in Deutschland mit der Einbalsamierung des königlichen Leichnams in Weissenfels. Dann wurde der Sarkophag in einem Trauerzug zur Hafenstadt Wolgast geführt, von wo aus er nach Schweden überführt werden sollte. In Wolgast fand im Juli 1633 eine Prozession und Leichenpredigt statt, bei der auch Münzen unter die Teilnehmer ausgeworfen und verteilt wurden (siehe Sammlung Hagander, Teil 3, Nr. 7541). Die königliche Leiche wurde dann per Schiff über die Ostsee nach Nyköping transportiert, wo sie bis zum folgenden Sommer verblieb. Am Tag der Bestattung, dem 22. Juni 1634, versammelten sich alle geladenen Trauergäste bei Brännkyrka vor den Toren Stockholms, um an der feierlichen Prozession zur Riddarholmkirche teilzunehmen. Der Rentmeister Hans Jörensson stieß am Stadttor zum Trauerzug und warf Münzen unter dem Volk aus. Als die Zeremonien abgeschlossen waren, wurden auch "Ehrenpfennige" an diejenigen Trauergäste verteilt, für die die Teilnahme am Begräbnis besonders beschwerlich war.
Ein Augenzeuge - Professor Johannes Loccenius - hat die unter dem Volk ausgeworfenen Münzen beschrieben. Es handelte sich um Gold- und Silberprägungen mit dem Brustbild des verstorbenen Königs und der lateinischen Rückseiteninschrift (in Übersetzung): "Standfest im Streit triumphiert er siegend und sterbend", (siehe hierzu: Lagerqvist, Myntkurier 1980, S. 138 f. und Hemmingsson, Myntkurier 1979, S. 132 ff.). Laut den überlieferten Akten wurden auch 4-Dukaten-Stücke verteilt. Dabei muss es sich um die vorliegende Prägung handeln, zu der die Stempel 1633 in Wolgast angefertigt und nach Stockholm transportiert worden waren. Die Stücke dieses Types mit der Jahreszahl 1633 sind in Wolgast geprägt worden (z.B. Sammlung Hagander, Teil 2, Nr. 5037), während die entsprechenden Stücke mit der Jahreszahl 1634 höchstwahrscheinlich mit den in Wolgast angefertigten Stempeln (mit veränderter Jahreszahl) in Stockholm geprägt wurden. Im Gewicht zu 4 Dukaten ist diese Münze in fünf Exemplaren bekannt, von denen sich drei in Privatbesitz befinden. Außer dem hier vorliegenden Stück handelt es sich dabei um das Exemplar der Sammlung Sven Svensson (Auktion Hirsch Myntauktioner 2, Stockholm 1970, Nr. 407) und das Exemplar der Sammlung der Freiherren Bonde (Teil 1, Auktion Nordlind, Stockholm 2007, Nr. 344).
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Information for lot 7044 from Auction 219
| Nominal/Year | 4 Dukaten 1634, |
|---|---|
| Mint | vermutlich in Stockholm geprägt, |
| Rarity | Von größter Seltenheit. 5. bekanntes Exemplar und 3. bekanntes Exemplar in |
| Quotes | Ahlström 6 (XR); Fb. 925 (dieses Exemplar); Hildebrand I, S. 193, 190; Hagander 134 |