Auction 442
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Lot 184
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Lot 184
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Lot 184
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BRANDENBURG-PREUSSEN
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861. Silbermedaille 1858,
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BRANDENBURG-PREUSSEN
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861. Silbermedaille 1858,
My notes
Description
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861. Silbermedaille 1858, von L. C. Wyon, auf die Vermählung seines Neffen, dem späteren Kaiser Friedrich III., mit Victoria, Prinzessin von Großbritannien. Die Büsten des Brautpaares nebeneinander l.//Drei Zeilen Schrift in Blumenkranz. 63,23 mm; 119,94 g. Eimer 1517; Marienb. 6494 (dort in Bronze); Mues/Olding 775.
Selten, besonders in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. Herrliche Patina, kl. Tuscheziffer "43I3" (Inventarnummer) auf dem Rand, fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 4315, MKB 1402). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I. (aus Schloss Koblenz).
Als Friedrich, Sohn des späteren Kaisers Wilhelm I. und der Augusta von Sachsen-Weimar, am 18.10.1831 in Potsdam geboren wurde, regierte in Preußen sein Großvater, König Friedrich Wilhelm III. Nach militärischer Ausbildung und Studium an der Universität Bonn vertrat Friedrich, in diesem Sinne stark von seiner Mutter und seit 1858 von seiner Gemahlin Victoria, der Tochter der englischen Königin Victoria beeinflusst, liberale Ansichten. Daher geriet er - als Kronprinz Friedrich Wilhelm genannt - wiederholt in Gegensatz zu seinem Vater und zu Bismarck. Für die liberalen Kreise Deutschlands - wie zum Beispiel den Schriftsteller Gustav Freytag - verkörperte der Kronprinz geradezu die Hoffnungen, die sie in einen politischen Systemwechsel setzten. Nach der Teilnahme am Deutsch-Dänischen Krieg spielte der Kronprinz eine entscheidende Rolle in der Schlacht von Königgrätz gegen Österreich 1866 und im Krieg gegen Frankreich 1870/1871. Dabei trug das leutselige Wesen von "Unser Fritz" maßgeblich zu einer auch in Süddeutschland günstigen Stimmung für die Reichsgründung bei. Nachdem er seinen Vater 1878 vorübergehend vertreten hatte, kam er schließlich nach dem Tod Wilhelms I. am 9.3.1888 nach 30jähriger Kronprinzenzeit auf den Thron. Dabei war der Kaiser bereits todkrank. Er litt an Kehlkopfkrebs, der nicht rechtzeitig behandelt worden war. Eine Stimmbandoperation hatte ihn der Sprache beraubt. Nach nur 99 Tagen Regierung starb Friedrich III. im Alter von 57 Jahren am 15.6.1888 im Neuen Palais bei Potsdam, noch im selben Jahr wie sein 90jähriger Vater, und mit ihm wurden die Hoffnungen einer gesamten, nicht zum Zuge gekommenen Generation zu Grabe getragen.
Selten, besonders in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. Herrliche Patina, kl. Tuscheziffer "43I3" (Inventarnummer) auf dem Rand, fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 4315, MKB 1402). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I. (aus Schloss Koblenz).
Als Friedrich, Sohn des späteren Kaisers Wilhelm I. und der Augusta von Sachsen-Weimar, am 18.10.1831 in Potsdam geboren wurde, regierte in Preußen sein Großvater, König Friedrich Wilhelm III. Nach militärischer Ausbildung und Studium an der Universität Bonn vertrat Friedrich, in diesem Sinne stark von seiner Mutter und seit 1858 von seiner Gemahlin Victoria, der Tochter der englischen Königin Victoria beeinflusst, liberale Ansichten. Daher geriet er - als Kronprinz Friedrich Wilhelm genannt - wiederholt in Gegensatz zu seinem Vater und zu Bismarck. Für die liberalen Kreise Deutschlands - wie zum Beispiel den Schriftsteller Gustav Freytag - verkörperte der Kronprinz geradezu die Hoffnungen, die sie in einen politischen Systemwechsel setzten. Nach der Teilnahme am Deutsch-Dänischen Krieg spielte der Kronprinz eine entscheidende Rolle in der Schlacht von Königgrätz gegen Österreich 1866 und im Krieg gegen Frankreich 1870/1871. Dabei trug das leutselige Wesen von "Unser Fritz" maßgeblich zu einer auch in Süddeutschland günstigen Stimmung für die Reichsgründung bei. Nachdem er seinen Vater 1878 vorübergehend vertreten hatte, kam er schließlich nach dem Tod Wilhelms I. am 9.3.1888 nach 30jähriger Kronprinzenzeit auf den Thron. Dabei war der Kaiser bereits todkrank. Er litt an Kehlkopfkrebs, der nicht rechtzeitig behandelt worden war. Eine Stimmbandoperation hatte ihn der Sprache beraubt. Nach nur 99 Tagen Regierung starb Friedrich III. im Alter von 57 Jahren am 15.6.1888 im Neuen Palais bei Potsdam, noch im selben Jahr wie sein 90jähriger Vater, und mit ihm wurden die Hoffnungen einer gesamten, nicht zum Zuge gekommenen Generation zu Grabe getragen.
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Information for lot 184 from Auction 442
| Nominal/Year | Silbermedaille 1858, |
|---|---|
| Rarity | Selten, besonders in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. |
| Quotes | Eimer 1517; Marienb. 6494 (dort in Bronze); Mues/Olding 775 |